Deshalb fordert er Öffentlichkeit, sagte Fussek jetzt in Berlin, deshalb sitze er mit dem Auftraggeber der Studie, den börsennotierten Marseille-Kliniken an einem Tisch – obwohl er den privaten und börsennotierten Anbietern sowie den Wohlfahrtsverbänden in seinem gemeinsam mit dem Journalisten Gottlob Schober verfassten Buch ihr Renditestreben vorwirft. Denn Krankheit und Pflege seien für ihn kein Produkt im markt- und börsenfähigen Sinn.Die Marseille-Kliniken bemühen sich jedoch um Transparenz, legten im Februar 2008 als erster Konzern der Pflegebranche einen Qualitätsbericht ihrer Häuser vor und initiierten jetzt die Studie. Daher hat Fussek auch keine Angst, sich durch eine gemeinsame Veranstaltung wie die Studien-Präsentation in Berlin vor den Konzernkarren spannen zu lassen. «Überall, wo sich wer bewegt, da möchte ich sein», lautet sein Motto. Und in Transparenz sieht er den ersten Schritt auf dem Weg zur Beseitigung der Pflegemisere. Denn Mängel werde es immer geben. Ehrlichkeit, so glaubt er, ist ein Wettbewerbsvorteil. Einige Heime würden bereits mit ihren Mängeln werben.