netzeitung.deSchlechter Schlaf für Raucher

 Herausgeber: netzeitung.de

Erholsamer Tiefschlaf. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erholsamer Tiefschlaf.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Raucher haben kürzere Tiefschlafphasen und sind morgens schlechter erhohlt. Das belegt eine Studie von Naresh Punjabi von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore.

Raucher haben kürzere Tiefschlafphasen und sind morgens schlechter erhohlt. Das belegt eine Studie von Naresh Punjabi von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore.

Getestet wurden je 40 Raucher und Nichtraucher, die alle gesund waren und keine Medikamente nahmen, schreibt Punjabi im Fachblatt Chest. Die Versuchspersonen wurden während des Schlafens polysomnographisch vermessen. Dabei werden verschiedene Parameter festgehalten, unter anderem Gehirnströme (EEG), Atmung, Muskel- und Augenaktivität.

In den Tiefschlafphasen produziert das menschliche Gehirn Deltawellen. Punjabi konnte nachweisen, das die Länge der Deltawellen-Phasen bei den Nichtrauchern signifikant länger ist. Bei den Rauchern hingegen stellten die Wissenschaftler längere Alphawellen-Phasen fest, diese entstehen bei leichtem Schlaf oder bei entspanntem Liegen mit geschossenen Augen.

Die Befunde der Polysomnographie wurden durch eine anschließende Befragung weiter erhärtet. Fünf Prozent der Nichtraucher gaben an, unruhig geschlafen zu haben oder schlecht erholt zu sein, bei den Rauchern indes waren 20 Prozent dieser Meinung.

Das Nikotin greift laut Punjabi greift an zwei unterschiedlichen Punkten in den Schlafablauf ein, beim Einschlafen und während der Nacht. Durch die belebende Wirkung des Nikotins wird der Übergang in die Tiefschlafphase verzögert. Später in der Nacht setzt dann bei den Rauchern der Nikotinentzug ein und verkürzt so die Tiefschlafphasen.

Die Ergebnisse von Punjabi könnten Helfen, Rauchern zu besserem Schlaf zu verhelfen oder sie ihren Sucht zu befreien, indem nachts dosiert Nikotin oder Nikotinersatzstoffe verabreicht werden. (nz/Chest)