netzeitung.deSchlaganfall bei Frauen oft zu spät erkannt

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Ein Blutgerinnsel im Gehirn ist oft für Schlaganfall verantwortlich (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ein Blutgerinnsel im Gehirn ist oft für Schlaganfall verantwortlich
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Frauen wird nach einem Schlaganfall vielfach zu spät geholfen. Offenbar klagen sie über andere Symptome als Männer. Deshalb erfolgt die Diagnose nicht früh genug. Insgesamt endet jeder fünfte Fall tödlich.

Ein Schlaganfall wird bei Frauen oft später erkannt als bei Männern. Ursache seien offenbar unterschiedliche Symptome, teilt die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe in Gütersloh mit. So klagen Frauen bei einem Schlaganfall oft über Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen und Schwindel sowie über Brustschmerzen oder Luftnot. Die klassischen, aber von männlichen Patienten ausgehenden Symptome sind dagegen plötzliche Sprach- und Sehstörungen oder eine halbseitige Lähmung. Ob die Symptome sich tatsächlich unterscheiden oder je nach Geschlecht nur verschieden wahrgenommen werden, ist den Angaben zufolge noch unklar.

Die Folgen für Frauen seien jedenfalls «schockierend», heißt es weiter. Da der Schlaganfall nicht rechtzeitig erkannt wird, würden Frauen oft zu spät in die Klinik gebracht. Nur jede zweite Schlaganfall-Patientin könne daher nach drei Monaten ihren Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen. Bei den Männern seien es dagegen rund 70 Prozent, heißt es unter Berufung auf eine Studie der Michigan State University in den USA.

Ein Schlaganfall bedeutet den Angaben zufolge entgegen landläufiger Meinung nur selten, dass eine Ader im Gehirn geplatzt ist. In acht von zehn Fällen sei vielmehr eine Arterie im Kopf durch ein Blutgerinnsel verstopft. Das führe zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn, der bei längerer Dauer die entsprechende Hirnregion schädigt. Ursache für die Blutgerinnsel ist eine Gefäßverkalkung, ausgelöst durch Diabetes, einen erhöhten Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck. Jeder fünfte Schlaganfall endet tödlich. (dpa)