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Ausdauertraining schützt vor Brustkrebs

17. Jan 2008 07:17
Sport ist gut zur Vorsorge gegen Brustkrebs
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Bereits ab der sechsten Woche regelmäßigen Sports verringert sich das Risiko einer Krebserkrankung. Dadurch werden die weiblichen Sexualhormone reduziert, die für Tumore verantwortlich sind.


Bei regelmäßigem Sport haben Frauen nach Expertenansicht ein deutlich geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das berichtet die in Hamburg erscheinende Zeitschrift «Vital» unter Berufung auf Anke Kleine-Tebbe vom Brustkrebszentrum der Charité in Berlin. «Sport senkt das Risiko für Brustkrebs um 30 bis 40 Prozent», sagt die Ärztin. Bereits nach sechs bis zwölf Wochen körperlicher Aktivität sei die Krebsgefahr geringer. Der größte Effekt zeige sich bei Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) unter 25, das Lebensalter spiele dabei keine Rolle.

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Entscheidend ist dabei die Sportart: Nur bei Ausdauersportarten wie Jogging, Walking, Rudern oder Fahrradfahren zeige sich eine Wirkung. «Das Ausdauertraining darf jedoch nicht überfordern und sollte bei Anfängern langsam aufgebaut werden», rät die Ärztin. Denn nur ein sanftes Training verbessere die Leistung des Immunsystems. Hochleistungssport oder Marathonläufe könnten die Abwehr dagegen schwächen.

Grund für den positiven Effekt des Trainings ist der Östrogenspiegel im Körper, der durch Sport gesenkt wird. Die weiblichen Sexualhormone sind den Angaben zufolge bei 70 Prozent der Krebserkrankungen dafür verantwortlich, dass sich die Brustzellen unkontrolliert teilen und Tumore entstehen. Regelmäßige Bewegung könne daher das Tumorwachstum hemmen.

Auch Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, kann Ausdauersport helfen, wie eine Studie der Charité zeigt. So litten sportliche Patientinnen nach der Chemotherapie deutlich weniger an Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Erschöpfung, erklärt die Expertin. Da durch die körperliche Aktivität zudem mehr Glückshormone im Gehirn freigesetzt werden, fühlten sich die Frauen besser als Patientinnen, die keinen Sport treiben. Auch die allgemeine Heilung werde bei regelmäßigem Training leicht vorangetrieben. (dpa)

 
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