29. Nov 2007 17:16
In Deutschland sterben immer noch so viele Menschen an Aids wie vor fünf Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung erhöht sich allerdings.
Der weitaus größte Teil der verstorbenen Personen waren mit 83 Prozent im vergangenen Jahr Männer, nur 17 Prozent waren Frauen. Zwischen 1996 und 2001 hatte sich der Männeranteil vorübergehend um neun Prozentpunkte verringert, steigt seitdem aber wieder an. Frauen starben jedoch mit durchschnittlich 46,2 Jahren mehr als drei Jahre früher als Männer, die laut Statistik mit 49,3 Jahren verstorben sind.Seit dem Bekanntwerden des ersten Aids-Falles in Deutschland vor 25 Jahren wird die Zahl der Aids-Erkrankungen vom Robert-Koch-Institut auf rund 82.000 geschätzt. Davon sind bisher etwa 26.000 Personen gestorben.
Daten zu den Neuinfektionen erhebt das Robert-Koch-Institut (RKI) seit 1982 im Aids-Fallregister. In diese Datenbank fließen die freiwilligen und anonymen Berichte der behandelnden Ärzte ein. Danach gab es 2006 bundesweit rund 2700 neue HIV-Fälle. Nach jüngsten Schätzungen des Instituts kommen in diesem Jahr rund 3000 neue Infektionen hinzu. Das entspräche einem Zuwachs um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der weltweit an Aids gestorbenen Kinder und Erwachsene auf 2,1 Millionen. Im Jahr 2001 waren es noch 1,7 Millionen gewesen. Schätzungsweise 33,2 Millionen waren mit dem HI-Virus infiziert, 2,5 Millionen haben sich seit Jahresbeginn neu angesteckt. (nz/dpa/epd)