netzeitung.deÄrzte fordern Neustart bei Gesundheitsreform

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Protestierende Ärzte (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Protestierende Ärzte
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zu einem nationalen Protesttag haben Ärzte und Apotheker aufgerufen. In weiten Teilen Deutschlands soll es zu Einschränkungen bei der Gesundheitsversorgung kommen.

Wegen erneuter Proteste gegen die Gesundheitsreform müssen Patienten am Montag mit Praxisschließungen und eingeschränkten Apothekendiensten rechnen. Ärzte-, Apotheker-, Krankenhaus- und andere Gesundheitsverbände planen einen bundesweiten Aktionstag unter dem Motto «Patient in Not». «An dem Aktionstag wird in weiten Teilen des Landes keine Normalversorgung stattfinden», heißt es in einem Aufruf der Bundesärztekammer und anderer Organisatoren.

Den Patienten solle aufgezeigt werden, welche Einschränkungen nach der Reform dauerhaft zu erwarten seien. Die Organisatoren der beteiligten Verbände haben in mindestens elf Bundesländern eine Vielzahl von Aktivitäten angekündigt, zu denen Protestmärsche, Kundgebungen, Podiumsdiskussionen, Infostände und Pressekonferenzen gehören. Hinter dem Aktionstag stehen die Bundesorganisationen der Ärzte, Apotheker, Zahnärzte und Krankenhäuser sowie weitere Organisationen der Gesundheitsberufe.
Neustart gefordert
Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe forderte einen kompletten Neustart der geplanten Reform: Alle Beteiligten sollten noch einmal ganz von vorne anfangen, über die Zukunft des Gesundheitssystems nachzudenken, sagte Hoppe am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Er setze darauf, dass die Proteste den Bundestagsabgeordneten und den Bundesländern den Änderungsbedarf an der geplanten Reform aufzeigen.

Der Patient müsse im Mittelpunkt des Gesundheitswesens stehen, und dieses Prinzip sei mit der Reform massiv gefährdet. «Wir wollen keine Zwei-Klassen-Medizin», sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Die Verbände wollten mit den Protesten auch den Patienten zeigen, welche Einschränkungen nach der Reform dauerhaft zu erwarten seien. (nz)