01.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Raucher
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In öffentlichen Gebäuden soll das Rauchen künftig verboten sein. Auch in Krankenhäusern, Bussen, Bahnen und Restaurants müssen Qualmer ins Separee. So will es die Große Koalition.
Union und SPD sind sich im Streit um einen besseren Schutz der Nichtraucher einig. Eine Koalitions- Arbeitsgruppe habe sich auf einen mehrheitsfähigen Kompromiss verständigt, zitierte die «Berliner Zeitung» Gesundheits-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD). Er sehe ein grundsätzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants vor.
Dem Bericht zufolge darf nur in Extra-Räumen geraucht werden, die mit Türen vom Nichtraucherbereich getrennt sind. In Schulen ist Rauchen komplett tabu. Ausnahmen gibt es für Bars, Nachtclubs, Kneipen und Bierzelte: An diesen Orten soll weiter ohne Beschränkung geraucht werden dürfen. «Wir haben einen Weg gefunden, der den Nichtraucherschutz in Deutschland deutlich verbessert und der mehrheitsfähig ist», sagte Caspers-Merk dem Blatt zufolge.
Deutschland wäre nicht das erste Land, das derartige Restriktionen durchsetzt. Von Anfang Juli nächsten Jahres an ist in allen öffentlich zugänglichen Räumen in England das Rauchen verboten. Gesundheitsministerin Patricia Hewitt gab dieses Datum am Freitag in London bekannt und sagte, das Verbot schütze zahllose Menschen vor den negativen Folgen des Passivrauchens und helfe Rauchern dabei, ihre Sucht zu überwinden. England lehnte selbst Änderungsanträge für Ausnahmen zugunsten von Pubs ab, in denen kein Essen serviert wird.
Ein ähnliches Verbot tritt in Wales am 2. April in Kraft. Auch Schottland, Irland, Finnland, Italien, Spanien, Norwegen, Schweden, Südafrika, Neuseeland und mehrere US-Staaten haben das Rauchen in Kneipen, Restaurants, Kinos und anderen öffentlich zugänglichen Orten verboten. (nz)