netzeitung.deMillionen tote Kinder durch verseuchtes Wasser

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In vielen afrikanischen Städten gibt es keine Kanalisation. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe In vielen afrikanischen Städten gibt es keine Kanalisation.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Trinkwasserversorgung der Weltbevölkerung konnte seit 2004 verbessert werden. Doch vor allem Kleinkinder sind nach wie vor gefährdet.

Mehr als 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr durch verseuchtes Wasser. Das geht aus einem Bericht des Kinderhilfswerks Unicef der Vereinten Nationen hervor, der am Donnerstag in Genf vorgestellt wurde. Unicef-Direktorin Ann Veneman forderte, die Bemühungen für die Erreichung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen müssten intensiviert werden.

Die Vereinten Nationen wollen bis 2015 die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, um die Hälfte reduzieren. Zurzeit sind das etwa eine Milliarde Menschen weltweit. Besorgnis erregend sei die Lage vor allem in Afrika, heißt es in dem Bericht. Im Kongo, in Guinea, im Tschad, Niger und in Nigeria hätten mehr als die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Etwa 88 Prozent der Todesfälle nach Durchfallerkrankungen wurden laut Unicef durch Wasserverschmutzung und mangelnde Hygiene verursacht. Gerade bei Kindern unter fünf Jahren wirke sich Durchfall verheerend aus. Innerhalb eines Tages könne bei Nichtbehandlung der Tod eintreten.

Unicef sieht den Angaben zufolge aber auch Fortschritte. So konnte die Trinkwasserversorgung 2004 weltweit für 83 Prozent der Bevölkerung sichergestellt werden. 1999 waren es noch 78 Prozent. (nz)