25.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Erreger A/H1N1
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zwar rückt das aus Amerika stammende neue Grippevirus immer weiter vor, allerdings verlaufen die Erkrankungen hierzulande milde. Dennoch soll ein nationaler Impfplan eine weitere Ausbreitung dämpfen.
Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat für den Grippe-Erreger A/H1N1 Entwarnung gegeben. Trotz steigender Krankheitszahlen bestehe keine allgemeine Infektionsgefahr, hieß es am Ende des Treffens am Donnerstag in Erfurt.
Die Krankheitsverläufe seien in aller Regel milde. Dennoch würden die Vorsorgemaßnahmen konsequent aufrechterhalten. Die Länder hätten bereits Verträge über die Bereitstellung der Impfstoffe abgeschlossen. Die Bestellung solle aber erst ausgelöst werden, wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO Anfang Juli eine entsprechende Empfehlung gebe.
Sorge vor MutationDaneben beschlossen die Minister die Erstellung eines allgemeinen «Nationalen Impfplans». Dabei kommt es darauf an, Risikogruppen zu bestimmen, die vorrangig geimpft werden sollten. Dazu gehören medizinisches Personal und chronisch erkrankte Menschen. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind auch ältere Personen über 50 weniger betroffen als jüngere.
Nach Worten des Präsidenten des Robert-Koch-Institutes, Jörg Hacker, sind die Vorbereitungen auf einen Impfstoff in vollem Gange. Das Institut geht davon aus, dass dieser im Herbst zur Verfügung stehen wird. Gerade rechtzeitig, denn für Herbst erwartet das Institut auch, dass das Virus sich gemeinsam mit saisonalen Grippeviren zu einer möglicherweise aggressiveren Variante verbinden könnte.
Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung für die Überwachung von und Vorbeugung gegen Krankheiten. Die Forscher haben bisher in Deutschland über 300 Fälle der neuen Grippe nachgewiesen. Weltweit haben sich rund 50.000 Menschen das Virus eingefangen. (dpa/AP/nz)