Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: 

netzeitung.deWie man sich vor der Schweinegrippe schützt

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Offizielle Broschüre: 'Selbstverteidigung gegen Grippe' (Foto: BzgA<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Offizielle Broschüre: 'Selbstverteidigung gegen Grippe'
Foto: BzgA
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Häufig die Hände waschen und Finger weg von den Schleimhäuten, so lauten die einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen gegen eine Infektion. Die Broschüre «Selbstverteidigung gegen Grippe» hält weitere Tipps parat.

Häufiges Händewaschen ist die einfachste und wichtigste Methode, um sich vor dem Schweinegrippevirus zu schützen. Die Hände sollten mehrmals täglich auch zwischen den Fingern 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife gewaschen werden, empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in ihrer Broschüre «Selbstverteidigung gegen Grippe».

Die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase sollten nach Möglichkeit nicht mit den Fingern berührt werden. Die Experten empfehlen außerdem rund zwei Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten und auf Händeschütteln in nächster Zeit zu verzichten.

Die Grippeviren werden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin überwiegend durch Tröpfchen übertragen. Diese könnten vor allem beim Husten oder Niesen entstehen und über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute von Kontaktpersonen gelangen. Daher empfiehlt die BzgA: «Husten Sie am besten in Ihren Ärmel.»

Mit Sekreten verunreinigten Oberflächen
Vermutet wird auch, dass Menschen sich anstecken können, die mit virushaltigen Sekreten verunreinigten Oberflächen berühren, wie zum Beispiel Türklinken. Auch hier gilt, regelmäßiges Händewaschen und den Kontakt mit den Schleimhäuten meiden.

Plötzliches hohes Fieber, Husten oder Gliederschmerzen, wenn sich diese grippetypische Symptome zeigen, melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Arzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen und eine Infektionsgefahr für andere Menschen zu minimieren.

Gefahr der Pandemie in Europa gering
Der Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV), Prof. Peter Wutzler, rechnet auch nach dem ersten Todesfall durch Schweinegrippe in Europa nicht mit einer großen Gefahr durch die Erreger.

Wutzler rechnet jedoch mit einer sehr hohen Dunkelziffer an Infizierten, da eine Infektion oftmals ohne oder nur mit geringen Symptomen verlaufe. Das sei in gewissem Sinne sogar ein Vorteil: «Die Ausbreitung ohne Symptome wird auch zur Durchimmunisierung der Bevölkerung führen.» Wenn dann viele Menschen immun seien, könne das Virus keine gefährliche Seuche mehr in Europa auslösen.

Als Problem sieht der Virologe, wenn «das Virus sich mit anderen Grippeviren mischen würde». Bislang habe sich das Virus noch nicht nachweislich verändert. (nz/dpa)