Statistisches Bundesamt spricht von generellem Trend: 

netzeitung.deZahl der Abtreibungen bei Minderjährigen sinkt

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Vor einer Abtreibung steht die Beratung (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Vor einer Abtreibung steht die Beratung
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Fast 30.000 Ungeborene sind im ersten Quartal des Jahres abgetrieben worden. Das sind jedoch weniger als im gleichen Zeitraum 2008. Besonders Frauen unter 18 Jahren trieben weniger oft ab.

Im ersten Vierteljahr des Jahres 2009 ist die Zahl von Mädchen, die abtreiben, deutlich gesunken: Um zwölf Prozent ging sie zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt waren vier Prozent aller Schwangeren, die eine Abtreibung vornehmen ließen, minderjährig.

Die sinkende Zahl bei Minderjährigen bestätigt einen generellen Trend. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist weiter rückläufig. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 29.400 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, das waren 3,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im vergangenen Jahr hatte er bei insgesamt zwei Prozent gelegen. Knapp drei Viertel der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Fast acht Prozent waren 40 Jahre oder älter. 41 Prozent der abtreibenden Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch kein Kind lebend geboren.

Fast immer Beratung
Fast 98 Prozent aller gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische Gründe oder die Tatsache, dass das Kind durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde, waren in rund zwei Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.

Mit 73 Prozent wurden die meisten Schwangerschaftsabbrüche mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) vorgenommen, bei knapp 14 Prozent wurde die so genannte Abtreibungspille Mifegyne verwendet. Die Eingriffe erfolgten mit 97 Prozent ganz überwiegend ambulant, wobei 79 Prozent der Abtreibungen in gynäkologischen Praxen vorgenommen wurden und 18 Prozent ambulant im Krankenhaus. Rund 6 Prozent der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten. (AP/nz)