Das Vorstellen der Uhr im Frühjahr bewirkt nach Angaben von Roenneberg, dass «das Mitgehen der inneren Uhr mit den Jahreszeiten abrupt aussetzt und erst wieder bei der Winterzeitumstellung anspringt.» Das fand ein Forscherteam um den Professor heraus. Für den Körper bedeute das Dauerstress, erklärte Roenneberg. «Das ist ungefähr so, als würde ich in München leben, aber in St. Petersburg arbeiten.»Viele Menschen in Deutschland litten an einem sozialen Jetlag. «Die innere Uhr ist individuell». Dennoch müssten alle zur selben Zeit bei der Arbeit sein, egal ob sie Frühaufstehertypen oder Nachtmenschen seien. «Etwa 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland hat Schwierigkeiten, um 7.00 Uhr aufzustehen», betonte Roenneberg. «Wenn sie täglich um 8.00 Uhr im Büro sein müssen, ist das für sie wie eine dauerhafte Frühschicht.» Die Umstellung auf Sommerzeit verschlimmere das Ganze noch, zur Winterzeit entspannt es sich für die meisten dagegen etwas.