Jetzt impfen lassen:
Die Grippe ist früh dran
16.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Perfekte Zeit zum Impfen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Herbstwind treibt bunte Blätter und muntere Krankheitserreger durch die Lande. Seit wenigen Tagen gehört auch das Influenzavirus dazu - allerdings etwas früher als im Vorjahr.
Die Grippe ist in Deutschland angekommen. Nach dem ersten gemeldeten Grippefall in diesem Herbst rät das Berliner Robert Koch-Institut insbesondere älteren Menschen und medizinischem Personal zu einer baldigen Grippeschutz-Impfung.
«Der Oktober und November sind gute Monate, um sich noch impfen zu lassen», sagte RKI- Sprecher Günther Dettweiler am Donnerstag. Impfstoff sei mit 24 Millionen freigegebenen Dosen ausreichend vorhanden. Im Dezember und Januar sei die Grippewelle mit Sicherheit im Land. Die erste Meldung dieses Herbstes kam aus Baden-Württemberg. Sie sei ein Einzelfall, sagte Dettweiler. «Im Moment gibt es in ganz Deutschland noch keine Grippe-Aktivität.» Im vergangenen Jahr hatte das RKI die ersten Fälle erst im November registriert.
In der Regel dauert es 14 Tage, bis nach einer Impfung der Grippe- Schutz vollständig aufgebaut ist. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Impfschutz insbesondere älteren Menschen, weil ihr Immunsystem die Erreger nicht mehr so gut abwehren kann. Auch Erwachsenen mit chronischen Grunderkrankungen wird die Impfung empfohlen. Doch auch Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sollten sich impfen lassen, um die Viren nicht weiterzutragen. Die Impfung empfiehlt sich auch für Erwachsene, die im Beruf mit vielen Menschen zu tun haben. Die Kosten der Impfung werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Die vergangene Grippesaison sei im Vergleich zu den Grippejahren 2003/2004 und 2004/2005 schwach gewesen, sagte Dettweiler. Voraussagen über den kommenden Winter ließen sich nicht treffen. Das hänge ab von Faktoren wie der Witterung, dem Immunstatus der Bevölkerung und welche der drei Untertypen des Virus vorherrschten, erläuterte er. Eine starke Grippesaison kann in Deutschland mehrere tausend Todesfälle verursachen - in der eher mäßigen Saison 2006/2007 hatte das Institut 14.000 Erkrankungen registriert, davon sind schätzungsweise 8000 Patienten an den Folgen der Erkrankung verstorben. (nz/dpa)