Ungeeignete Ernährung: 

netzeitung.deVitamintabletten gehören nicht in die Schule

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Gute Stimmung auch ohne Saaanoooostooool (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gute Stimmung auch ohne Saaanoooostooool
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Sie sehen aus wie Bärchen oder haben lachende Blumengesichter: Süße Vitaminpräparate aus der Drogerie oder Apotheke. Allerdings sind sie so überflüssig wie teuer, urteilen Verbraucherschützer.

Vitamintabletten und andere Nahrungsergänzungen gehören nicht in den Schulranzen. Die Präparate in Form von Bonbons, bunten Kapseln oder süßen Säften könnten die Kinder dazu verleiten, die empfohlene Einnahmedosis zu überschreiten, warnt die Verbraucherzentrale Berlin. Auch bestehe das Risiko, dass sich die Schulanfänger an die Einnahme von Tabletten gewöhnen, statt auf eine gesunde Ernährung zu achten.

Gerade Kautabletten in Form von lachenden Blütengesicherten oder auch Bären sind problematisch, weil sie Kinder zum Naschen verführen. Dennoch werden Eltern solche Produkte in einigen Apotheken empfohlen, wie ein Test der Verbraucherzentrale Hessen aus Frankfurt zeigt. Sie überprüfte im Juli 30 Apotheken im Rhein-Main-Gebiet. Dort gaben Eltern an, ihr Kind leide häufig an Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit. In 90 Prozent der Fälle bekamen sie daraufhin für Kinder überflüssige oder ungeeignete Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Nur in jeder sechsten Apotheke wurden die Ernährungsgewohnheiten des Kindes hinterfragt.

Dabei liefert eine ausgewogene Ernährung alle nötigen Vitamine und ist den Angaben zufolge auch günstiger als Nahrungsergänzungsmittel. Die Mahlzeiten für die große Pause sollten möglichst aus Brot und Getreideprodukten sowie Gemüse und Obst bestehen. Wichtig sind auch fettarme Milchprodukte und ausreichend Flüssigkeit. Schulkinder, die zu wenig trinken, seien oft müde, weniger aufmerksam und neigten zu Hör- und Sehstörungen, so die Verbraucherschützer aus Berlin. Am besten eigneten sich Wasser, Früchte- und Kräutertees sowie Saftschorlen. Koffeinhaltige oder kalorienreiche Getränke wie Limo, Fruchtnektar oder Milchgetränke sollten dagegen zu Hause bleiben. (dpa)