Die Krankheit kann in jedem Alter ausbrechen. Bei den Betroffenen führt Gluten zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut, in deren Folge der Körper nicht genügend Nährstoffe aufnehmen und Mangelerscheinungen auftreten können. Klassisches Symptom für Zöliakie ist Durchfall; aber auch Eisenmangel, Schlaflosigkeit oder Depressionen wurden als Krankheitsfolge beobachtet. Bei Kindern kann Glutenunverträglichkeit zu Gewichtsverlust, Wachstumsstillstand und Entwicklungsverzögerungen führen. Diagnostiziert wird Zöliakie durch eine Blutuntersuchung und eine Dünndarmbiopsie. Wer an der chronischen Erkrankung leidet, muss lebenslang auf Gluten in Speisen und Getränken verzichten. Im Handel müssen seit November 2005 alle Lebensmittel, die Gluten enthalten, entsprechend gekennzeichnet sein.
Als glutenfrei gilt, wenn der Glutengehalt eines Produktes maximal 2 Milligramm pro 100 Gramm Trockenmasse enthält - für Verbraucher vielfach erkennbar an einem speziellen Siegel mit einer durchgestrichenen Ähre. Nach DZG-Informationen gibt es inzwischen viele Ersatzprodukte wie Mais, Reis, Hirse, Soja oder Buchweizen und mittlerweile eine große Palette glutenfreier Produkte für jeden Geschmack von der Hausmacher-Leberwurst über Brezeln bis zu Pita. Die großen Supermarktketten und auch die Gastronomie stellten sich zunehmend auf die Bedürfnisse Zöliakie-Betroffener ein, hieß es. (AP)