Schließlich sei es Allergikern nicht nur im Frühling, sondern das ganze Jahr hindurch anzuraten, ihre Deckbetten regelmäßig bei mindestens 60 Grad zu waschen, sagt der Lungenarzt. Außerdem sollten alle überflüssigen Staubfänger wie Vorhänge, Kissen oder Überdecken aus den Räumen verbannt werden. «Daher sind auch Fußböden aus Laminat, Holz oder Fliesen, die täglich feucht gewischt werden können, für Allergiker besser geeignet als Teppiche», erklärt Morr. Zum Lüften der Wohnung gibt es für Allergiker nach Angaben des Experten eine grobe Regel: In der Stadt nur am frühen Morgen oder nachts die Fenster öffnen, auf dem Land hingegen vorzugsweise am Abend. «Zu diesen Zeiten fliegen erfahrungsgemäß jeweils weniger Pollen», erklärt der Mediziner. Wem das zu viel Einschränkung bedeute, könne sich auch Pollenfilter für die Fenster beschaffen, die immerhin etwa 85 Prozent der Pollen abfingen.
Allerdings bringen laut Morr solche teuren Spezialmaßnahmen keinen Vorteil mehr, wenn man bereits unter Asthma leidet. Unnützes Geld werde auch für andere kostspielige Anschaffungen wie Spezialstaubsauger, milben-undurchlässige Matratzenüberzüge oder Anti-Milben-Chemikalien ausgegeben. Wer eine Chance suche, seine Allergie bei der Wurzel zu packen, könne eine Hyposensibilisierung durchführen, um sich Schritt für Schritt an die Allergieauslöser zu gewöhnen. (AP)