Gefahr für Allergiker:
Frühjahrsputz kann Asthmaanfall auslösen
16.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Allergiker sollten daher den Frühjahrsputz eigentlich am besten jemand anders überlassen. «Wer aber keine Helfer hat oder sich keine Haushaltshilfe leisten kann, sollte beim Putzen unbedingt eine Staubmaske tragen und sich nach der Putzaktion umziehen, duschen und die Haare waschen», rät Morr. Als Ergänzung zu den Medikamenten, die die Überempfindlichkeit der Bronchien minderten oder die Atemwege erweiterten, könne auch eine regelmäßige Nasendusche mit Salzwasser helfen. Damit ließen sich Allergieauslöser wie Milbenkot und Pollen aus den Nasengängen zum Teil entfernen.
Zum Lüften der Wohnung gibt es für Allergiker nach Angaben des Experten eine grobe Regel: In der Stadt nur am frühen Morgen oder nachts die Fenster öffnen, auf dem Land hingegen vorzugsweise am Abend. «Zu diesen Zeiten fliegen erfahrungsgemäß jeweils weniger Pollen», erklärt der Mediziner. Wem das zu viel Einschränkung bedeute, könne sich auch Pollenfilter für die Fenster beschaffen, die immerhin etwa 85 Prozent der Pollen abfingen.
Allerdings bringen laut Morr solche teuren Spezialmaßnahmen keinen Vorteil mehr, wenn man bereits unter Asthma leidet. Unnützes Geld werde auch für andere kostspielige Anschaffungen wie Spezialstaubsauger, milben-undurchlässige Matratzenüberzüge oder Anti-Milben-Chemikalien ausgegeben. Wer eine Chance suche, seine Allergie bei der Wurzel zu packen, könne eine Hyposensibilisierung durchführen, um sich Schritt für Schritt an die Allergieauslöser zu gewöhnen. (AP)

