netzeitung.deForscher: Newton und Einstein litten an Autismus

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Albert Einstein (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Albert Einstein
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Wissenschaftler Newton und Einstein haben für ihre Intelligenz einen hohen Preis gezahlt, glaubt ein britischer Forscher. Er ist davon überzeugt, dass sie an Autismus litten.

Dass Albert Einstein und Isaac Newton so intelligent waren, hängt möglicherweise damit zusammen, dass sie krank waren. Der britische Autismus-Forscher Professor Simon Baron-Cohen sagte der britischen Zeitung «Independent», es sei überzeugt davon, dass beide Wissenschaftler an der leichtesten Form von Autismus gelitten hätten.

Patienten mit dem sogenannten Asperger-Syndrom seien oft außergewöhnlich intelligent. Kennzeichnend für die Krankheit seien Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion mit anderen Menschen, ein ausgeprägtes Interesse an oft nur einem einzigen Spezialgebiet und mangelnde Fantasie.

Der Mathematiker Newton etwa habe kaum gesprochen und sei sehr kühl zu seinen wenigen Freunden gewesen, sagte Baron-Cohen der Zeitung. Über seine Arbeit habe er alles, auch das Essen vergessen. Auch habe es ihn nicht gestört, wenn zu seinen Vorlesungen keine Studenten gekommen seien, er habe auch vor komplett leeren Sälen doziert.

Auch der Nobelpreisträger Einstein sei ein Außenseiter gewesen. Bis zum Alter von sieben Jahren habe er zwanghaft immer wieder die gleichen Sätze wiederholt, so Baron-Cohen.

Baron-Cohens Meinung steht allerdings absolut im Gegensatz zu der praktisch aller Einstein-Biografen. Diese stellen den Physiker durchweg als «zwar» hochintelligenten, aber eben auch sehr geselligen, vielseitig interessierten Menschen dar.

Baron-Cohen räumte ein, dass es nicht möglich sei, eine definitive Diagnose für Verstorbene zu stellen. (nz)