Plastikbestandteil gefährdet Kindesentwicklung
01.04.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Letztere sind unter anderem in Nuckelflaschen, Beschichtungen von Konserven- und Getränkedosen sowie Plastikbehältern enthalten. Zwar ist bekannt, dass die Verbindung ähnlich dem Hormon Östrogen wirkt. Ob und welche Mengen der Verbindung Plastikprodukte freisetzen dürfen, ist jedoch umstritten. Bei Labormäusen zeigte sich schon bei geringen Konzentrationen eine schädigende Wirkung.
Die Forscher ermittelten, dass die Mäuse nach der Käfigreinigung verhältnismäßig hohen Mengen der Verbindung ausgesetzt gewesen waren. Daher führten sie weitere Versuche durch, bei denen sie Oozyten mit geringen Mengen Bisphenol A behandelten. Sie fanden, dass bereits Konzentrationen von 20 Teilen auf eine Milliarde Teile (ppb, parts per billion) über fünf bis sieben Tage ausreichten, um Chromosomen-Anomalien hervorzurufen.
«Wir wissen nicht, welche Effekte, wenn überhaupt, derart niedrige Mengen auf Menschen haben könnten», erläutert Hunt. Eine deutsche Studie habe jedoch gezeigt, dass Schwangere ähnlichen Dosen ausgesetzt seien. «In jedem Fall sollte dies ausreichend Grund für weitere, ausführlichere Studien sein.» (nz/jkm)

