netzeitung.deParodontitis mit Krebs verbunden

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Mundhygiene verschönert nicht nur das Lächeln, sondern könnte auch vor Krebs schützen. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mundhygiene verschönert nicht nur das Lächeln, sondern könnte auch vor Krebs schützen.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zähneputzen als Krebsvorsorge: Menschen, die deren Zahnfleisch häufig entzündet ist, haben offenbar ein erhöhtes Krebsrisiko.

Amerikanische Zahnmediziner haben einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischentzündungen und Krebsgeschwüren in der Mundhöhle entdeckt. Damit wurde erstmalig eine Verbindung der beiden Krankheiten nachgewiesen.
Vierfach erhöhtes Risiko
Wie die Forscher auf einer Fachtagung berichten, weisen Patienten mit schwerer Parodontitis doppelt so oft wie Personen mit gesundem Zahnfleisch Schädigungen der Mundschleimhaut auf. Das Risiko für Tumoren der Mundhöhle ist bei ihnen sogar vervierfacht.

«Damit ist erstmals eine mögliche Verbindung zwischen Krebs und Infektionen der Mundhöhle gefunden», sagt Sara Grossi von der University at Buffalo im US-Bundesstaat New York. Sollten weitere Studien bestätigen, dass Parodontitis ein bedeutendes Risiko und Warnsignal darstellt, könnten gezielte Reihenuntersuchungen auf Krebs der Mundhöhle durchgeführt und Vorbeugung und frühe Erkennung verbessert werden.

Infektionen und Krebs
Grossi und ihre Kollegen werteten Daten von fast 14.000 erwachsenen Amerikanern aus, die an einer großen US-Gesundheitsstudie teilgenommen hatten. Unter anderem wurden dabei die Haftung des Zahnfleisches am Zahn sowie mögliche Geschwüre und Tumoren der Mundschleimhaut erfasst. Zudem wurden Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Alter und Ernährung aufgenommen. Die Resultate ihrer Analyse präsentierten die Forscher jetzt auf dem Treffen der American Association of Dental Research im texanischen San Antonio.

«Die Befunde sind ein starker Hinweis darauf, dass Infektionen mit Mundhöhlenkrebs in Zusammenhang stehen», so Grossi. Auch von anderen Krebserkrankungen sei eine solche Verbindung bekannt. So stehe das Magenbakterium Helicobacter pylori in Verdacht, Magengeschwüre oder Magenkrebs auslösen zu können. Grossi betont, dass ihre Befunde keine ursächliche Verbindung zwischen Oralinfektionen und Mundhöhlenkrebs belegen. Ausschließen will sie eine solche Verbindung jedoch nicht. (nz/jkm)