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Väterliche Gene beeinflussen Geburtstermin
28. Feb 2003 11:47

Die Gene, die der Fötus vom Vater erbt, bestimmen die Dauer seinen Aufenthalts in der Gebärmutter mit.
Foto: James Cook University
Lange Schwangerschaften können für Kind und Mutter gefährlich werden. Offenbar steuern die väterlichen Gene des Embryos die Länge der Schwangerschaft mit.

Die vom Vater vererbten Gene haben Einfluss auf die Dauer der Schwangerschaft. Das zweite Kind einer Frau, die zu einer langen Schwangerschaft neigt, kommt früher zur Welt, wenn es von einem anderern Vater stammt als das erste, berichten dänische Mediziner im «British Medical Journal».

Der zweite Mann verkürzt die Schwangerschaft

Mehr in der Netzeitung:
«Unserer Meinung nach handelt es sich hierbei um eine neue Beobachtung», schreiben Annette Wind Olesen und ihre Kollegen von der Universität Aarhus. Für ihre Untersuchung werteten sie Daten von fast 29.000 Geschwisterpaaren aus, bei denen das erste Kind zwischen der 37. und 41. beziehungsweise nach der 42. Woche der Schwangerschaft zur Welt gekommen war.

Frauen der ersten Gruppe bekamen ihr zweites Kind in 7,7 Prozent der Fälle mit Verspätung. Frauen, deren erste Schwangerschaft schon über 42 Wochen dauerte, hatten in fast 20 Prozent der Fälle wieder eine lange Schwangerschaft - vorausgesetzt beide Kinder stammten vom selben Vater. Hatten die Kinder jedoch unterschiedliche Väter, sank das Risiko auf 15,4 Prozent. Ein Wechsel des Wohnortes oder des sozialen Status schien dagegen keinen Einfluss zu haben.

Eine verlängerte Schwangerschaft komme in etwa fünf Prozent der Fälle vor, schreiben die Mediziner, über die Ursachen sei jedoch nur wenig bekannt. Die Verzögerung der Geburt gefährde sowohl das Kind als auch die Mutter, da die Gefahr von Infektionen steige. (nz/jkm)


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