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|  Ebola in Kongo bestätigt
19. Feb 2003 10:15
 | Ebola-Labor in Franceville. | | Archivbild 2002: AFP |
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Nach dem Ausbruch einer Infektionskrankheit sind in Kongo-Brazzaville bisher 64 Menschen gestorben. Jetzt wurde offiziell bestätigt, dass das Ebola-Virus verantwortlich ist.
Die Regierung der Republik Kongo in Brazzaville und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben jetzt offiziell bestätigt, dass das Ebola-Virus für 64 Todesfälle im Norden des Landes verantwortlich ist.
Region gesperrt
Spezialisten in einem Labor in Libreville (Gabun) hatten Proben aus den Regierungsbezirken Kelle und Mbomo untersucht. Das Virus sei eindeutig nachgewiesen worden, hieß es am Dienstag von Seiten der WHO. Weltweit gibt es nach Angaben der UN-Behörde weniger als zehn Labors, die auf Ebola testen können.Die Regierung hat mittlerweile die Region für Reisende gesperrt. Gabun hat seine nahe der Ausbruchzone verlaufende Grenze geschlossen. WHO-Experten und einheimische Notfall-Teams sind bereits seit Wochen in der Region tätig.
Glaube an bösen Zauber
Nach Angaben von Lamine Sarr von der WHO wird die Arbeit im Ausbruch-Gebiet durch die fehlende Kooperation der Einheimischen erschwert. Sarr sagte der BBC, die Einwohner der Gegend glaubten überwiegend an einen bösen Zauber, der zu den Todesfällen geführt habe. Auch sei die Meinung inzwischen weit verbreitet, die medizinischen Teams selbst hätten die Krankheit eingeschleppt. Bisher habe nur ein einziger Patient eingewilligt, im Krankenhaus behandelt zu werden.WHO-Experten vermuten, dass der Verzehr von infiziertem Affenfleisch zu dem Ausbruch geführt hat.
Durch die offizielle Bestätigung des Ausbruchs werden jetzt internationale Hilfsprogramme möglicherweise beschleunigt. Die Regierung von Kongo-Brazzaville hat das Welternährungsprogramm der UN um Hilfe gebeten. In der Region fehlt es an Medikamenten, aber durch die Abriegelung des Gebietes und die Grenzschließung vor allem auch an Lebensmitteln. Ebola ist ein so genanntes RNA-Virus, dass hämorrhagisches (= Blutungen auslösendes) Fieber mit meist tödlichem Ausgang verursacht. Wegen der hohen Sterberate und der leichten Übertragbarkeit gilt das Virus als besonders gefährlich. Bislang gibt es weder Schutzimpfungen noch sichere Behandlungsmöglichkeiten. (nz)
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