netzeitung.deRenovieren während der Schwangerschaft erhöht Allergierisiko des Kindes

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Schwangere sollten der erhöhten Chemikalien-Konzentration beim Renovieren aus dem Weg gehen. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schwangere sollten der erhöhten Chemikalien-Konzentration beim Renovieren aus dem Weg gehen.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Es gibt wohl kaum ein Paar werdender Eltern, dass vor der Geburt eines Kindes keinen Nestbau betreibt. Aber Schwangere sollten sich beim Renovieren zurückhalten, legen Ergebnisse Leipziger Forscher nahe.

Häufig renovieren werdende Eltern das künftige Kinderzimmer, damit es möglichst hell und freundlich erscheint. Obwohl diese Aktivitäten gut gemeint sind, könnten sie doch das Allergierisiko des Nachwuchses erhöhen, haben Leipziger Forscher entdeckt.
Schwächung des Immunsystems
Jede Renovierung ist mit Ausdünstungen aus Anstrichen, Klebstoffen, Teppichen oder Möbeln verbunden. Olf Herbarths Arbeitsgruppe «Expositionsforschung und Epidemiologie» des Umweltforschungs-Zentrums Leipzig-Halle konnte nun nachweisen, dass die erhöhte Chemikalienkonzentration in der Raumluft das Immunsystem des ungeborenen Kindes beeinflusst.

Im Nabelschnurblut von Neugeborenen, deren Eltern in der Schwangerschaft renoviert hatten, fanden sie verminderte Anteile bestimmter Immunzellen, so genannter T-Lymphozyten. Diese Th1-Helferzellen koordinieren die Bekämpfung von in den Körper eingedrungenen Erregern. Zudem wirken sie der Entwicklung von allergischen Überreaktionen - etwa auf Pollen oder Hausstaubmilben - entgegen.

Zusammenhang zwischen Renovieren und Allergie
Nach Ansicht der Forscher liefern die Befunde eine Erklärung für den in früheren Studien festgestellten Zusammenhang zwischen Renovierungsaktivitäten kurz vor oder nach der Geburt und im späteren Leben auftretenden Allergien. (nz/jkm)