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«Knock-out» für die Reispflanze
09. Jan 2003 07:53

Reis ist die meist angebaute Kulturpflanze der Menschheit.
Foto: University of Hawaii at Manoa
Die Gen-Sequenzen zweier Reissorten sind jetzt veröffentlicht worden. Forscher haben anhand dieser Daten erstmals «springende Gene» im Reisgenom gefunden.

Ein internationales Forscherteam hat genetische Daten der beiden meist angebauten Reissorten Oryza sativa japonica und Oryza sativa indica ausgewertet. Den Wissenschaftlern ist es damit erstmals gelungen, im Reisgenom aktive Transposons, so genannte «springende Gene», zu identifizieren.

«Wichtigste Nahrungspflanze»

Mehr in der Netzeitung:
  • Reis-Erbgut entschlüsselt 18. Dez 2002 16:44
  • Saubere Manipulation am Reis 09. Sep 2002 12:45
  • Reis-Genome entziffert 05. Apr 2002 08:32
  • Das Reis-Genom ist entziffert 26. Jan 2001 15:40
  • Die in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins «Nature» in drei Artikeln vorgestellten Forschungsergebnisse zeigen, wie sich Genome verändern und welche Rolle Transposons in dem Prozess spielen können. «Reis ist die wichtigste Pflanze für die menschliche Ernährung», sagt die US-Forscherin Susan Wessler. Daher sei jede Entdeckung in der Reisforschung von großem internationalen Interesse.

    Die Genetikerin von der University of Georgia leitet das Team, das die «springenden Gene» identifiziert hat. Diese besonderen DNA-Abschnitte sind von hohem Wert für die Forschung an der Reispflanze.

    So können die aktiven TE's (für engl.: transposable elements) genutzt werden, um so genannte «knock-out-Populationen» zu erzeugen. Bei diesen Pflanzen wird ein Gen durch das Einfügen eines TE's «ausgeschaltet». Die Funktion des Gens kann dann anhand der Veränderungen an der Pflanze untersucht werden. Auf diese Weise können die «Knock-out»-Pflanzen den Sinn der genetischen Information enthüllen.

    Gensuche ohne Karte

    Mehr im Internet:
    Um die springenden Gene im rund 430 Millionen Basenpaare großen Genom der Reispflanze zu finden, verglichen die Forscher die jetzt öffentlich einsehbaren Sequenzen der beiden Reissorten «japonica» und «indica». Ein Abschnitt in der Länge von etwa 430 Basenpaaren taucht im Genom beider Sorten auf: Etwa 70 Mal beim japanischen und 14 Mal beim indischen Reis.




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