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Koffein erhöht nicht den Blutdruck
19. Nov 2002 10:58

Kaffee: Kein Blutdruck-Problem für Gewöhnte
Foto: ddp
Koffein belebt und unterstützt die Verdauung. Doch für den Anstieg des Blutdrucks nach dem Kaffee-Trinken ist offenbar ein anderer Stoff verantwortlich.

Wer Kaffee trinkt, kann mit einem Blutdruck-steigernden Effekt des Getränks rechnen. Allerdings hängt dieser nicht mit dem enthaltenen Koffein zusammen, sagen Schweizer Forscher. Der Wert steigt auch bei entkoffeiniertem Kaffee.

Dreifach-Espresso für die Forschung

Mehr in der Netzeitung:
Die Kardiologen um den Schweizer Roberto Corti untersuchten den Effekt des Koffeins an 15 Freiwilligen. Wie der Online-Dienst der BBC berichtet, erhielten die Probanden entweder einen normalen oder einen entkoffeinierten dreifachen Espresso, oder eine intravenöse Koffein- oder Placebo-Injektion. Anschließend wurde ihr Blutdruck, ihre Herzfrequenz und die Aktivität ihres Nervensystems gemessen. Die Probanden waren regelmäßige Kaffee-Trinker oder konsumierten das Getränk nur selten.

Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Journals der American Heart Association: Circulation berichten, verursachten sowohl die entkoffeinierten als auch die normalen Dreifach-Espressos bei den unregelmäßigen Kaffee-Konsumenten einen Anstieg des Blutdrucks. Bei den regelmäßigen Kaffeetrinkern zeigte sich dagegen nur eine Stimulation des Nervensystems – und kein Anstieg des Blutdrucks.

Schädliches Potenzial reduziert

Mehr im Internet:
Das die Blutdruck-Werte der regelmäßigen Kaffeetrinker nicht anstiegen, deutet darauf hin, dass der regelmäßige Konsum das gesundheitsschädliche Potenzial des Kaffees reduziert, sagt Corti. Die regelmäßigen Trinker seien offenbar immun. Bis den Menschen mit Bluthochdruck vom Konsum auch entkoffeinierten Kaffees abgeraten werden müsse, brauche es aber weiterer Untersuchungen. (nz)


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