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Studie: Vitaminpillen sind 'Geldverschwendung'
05. Jul 2002 14:49

Vitaminpillen kosten nur - und nützen nichts, sagt eine neue Studie.
Foto: Iowa State University
Mit Vitamin-Tabletten machen Pharmakonzerne Milliardenumsätze. Die erste große placebokontrollierte Studie über deren Wirksamkeit verrät, dass die Unternehmen offenbar auch die einzigen Nutznießer der Pillen sind.

Vitaminpillen schützen nicht vor Herzerkrankungen, Krebs und geistigem Verfall. In einer Studie, deren Ergebnisse am heutigen Freitag im Fachblatt «Lancet» veröffentlicht werden, verglichen Wissenschaftler fünf Jahre lang die Gesundheitswerte von 20.000 Personen zwischen 40 und 80 Jahren.

«Man kann es bleiben lassen»

Mehr in der Netzeitung:
Bei jenen, die regelmäßig ihre Ernährung mit Pillen ergänzten, die Vitamin C, Vitamin E und Beta Karotin enthielten, fanden sie im Durchschnitt keinerlei gesundheitsförderliche Effekte im Vergleich zu den Probanden, die nur ein Placebo bekamen.

Es sei zwar nicht gesundheitsschädigend, Vitamine einzunehmen, «aber man könnte es genauso gut bleiben lassen», zitiert die Nachrichtenagentur epd Roy Collins von der University of Oxford.

Besser Obst und Gemüse

Mehr im Internet:
Das Risiko für Herzerkrankungen, Krebs, Alterssenilität, Asthma und Knochenbrüche sei am Ende des Studien-Zeitraumes in beiden Testgruppen gleich gewesen. «Die Studie hat ergeben, dass Vitamine reine Geldverschwendung sind. Die Leute sollten ihr Geld und ihre Zeit besser darauf verwenden, frisches Gemüse und Obst zu sich zu nehmen», so eine der Autorinnen der Studie. (nz)


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