myNZ - LoginProbeabo  |  Guided Tour  |  Login  
E-Mail an die Redaktion Gen & Mensch

Zur Titelseite
GEN UND MENSCH


 Titelseite
 Deutschland
 Ausland
 Wirtschaft
 Arbeit & Beruf
 Sport
 Entertainment
 Medien
 Wissenschaft
 Internet


 NZ-Services
 · Executive Jobs
 · Podcast
 · RSS-Feed
 · Vorlagen/    Downloads
 · News per SMS
 · Leser Top 10
 · 24 Stunden
 · Stellenmarkt
 · Suche
 · Archiv
 weitere Services


 Verlagsbeilagen
 · Elitepartner
 » Verlagsbeilagen 


 Über uns
 Bilderschau
 NZ-Audio
 Stellenangebote
 Leserbriefe
 Mediadaten


Akne-Medikament soll Ursache für Selbstmorde sein
17. Mai 2002 14:46

Ein Mittel gegen Akne steht im Verdacht, für den Selbstmord von Teenagern verantwortlich zu sein. Britische Eltern protestieren, dass Roaccutane noch immer auf dem Markt ist.

Himmelhochjauchzend, zu Trode betrübt. Roaccutane, ein Medikament gegen Akne, soll diese üblichen Stimmungsschwankungen von Teenagern so nachteilig beeinflusst haben, dass sich allein in Großbritannien 15 das Leben nahmen. Am heutigen Freitag demonstrieren Angehörige und Unterstützer vor der britischen Medicines Control Agency (MCA) für ein Verbot des Medikaments.

Das Messer am Puls

Mehr in der Netzeitung:
Roaccutane habe mentale und physische Schäden bei ihren Kindern hervorgerufen, sagen Eltern wie Liam Grant. Er verlangt von der MCA, dass Roche zu mehr Forschungen darüber aufgefordert wird, wie Roaccutane auf Teenager wirkt. Solange solle die Lizenz ruhen. «In den Vereinigten Staaten muss ein zehnseitiges Formular unterschrieben werden, mit dem man erklärt, dass der Arzt über Nebenwirkungen informiert hat,» sagt Grant. Außerdem werde beschrieben, wie Depressionen erkannt werden können und wie die Eltern reagieren sollen. «In Großbritannien gibt es nur eine Seite Warnhinweise in der kleinstmöglichen Schrift und keinerlei Erklärung, was eine Depression ist.»
Joan Gauge beschreibt der BBC, dass ihr sonst geselliger, lebendiger Sohn Kevin depressiv wurde, seit er Roaccutane nahm. «Er weinte jeden Tag, er hatte heftige Gemütsschwankungen. Das Schlimmste für uns war, dass es kein Ende zu nehmen schien.» Über die möglichen Folgen von Roaccutane wurde Kevin nie informiert. «Ich bin hundertzehn-prozentig sicher, dass ich das nicht hätte durchmachen müssen, wenn ich das Medikament nicht genommen hätte,» sagt Kevin heute, der dem Selbstmord sehr nahe war. «Ich hatte das Messer buchstäblich an meinem Puls».

Tampa-Unglück aufgrund des Akne-Mittels?

Mehr im Internet:
Auch die Eltern von Charles Bishop, der Anfang Januar sein Flugzeug in ein Hochhaus in Tampa in Florida lenkte, machen Roaccutane für den Tod ihres Sohnes verantwortlich.

Trisha Campbell von Roche sagte der BBC, zwölf Millionen Menschen hätten Roaccutane seit 20 Jahren eingenommen, das Medikament sei «fantastisch effektiv» gegen Akne gewesen. «Es gibt keinen Beweis, dass Roaccutane für diese Fälle verantwortlich ist».

Dennoch: Seit 1998 warnt Roche auf der Packung vor «Depressionen, psychotischen Symptomem und seltenen Selbstmordversuchen». (nz)


Drucken
Artikel versenden

NZ-Suche
 

zum Seitenanfang


Titelseite | Deutschland | Ausland | Wirtschaft | Vermischtes | Sport | Entertainment | Internet
Feuilleton |  Wissenschaft | Auto & Technik | Arbeit & Beruf | Medien | Wetter | Reise | Spezial | Suche
Podcast | RSS-Feed | NZ-Mobil | Die letzten 24h | Desktop-Schlagzeilen | Newsletter
Leserbriefe | Leser Top 10 | Über uns
 

Chefredakteure: Michael Angele und Matthias Ehlert  |  Impressum  |  Mitarbeiter  |  Kontakt  |  Mediadaten  |  Audio-News
 
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2007 NZ Netzeitung GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.