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|  Heilungsmöglichkeit bei Alzheimer
13. Aug 2001 06:10
 | Modell des Nerven-Wachstumsfaktors NGF | | Foto: Birkbeck Crystallography |
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In Tierexperimenten ist es jetzt gelungen, die Schäden an Nervenzellen, wie sie bei der Alzheimerschen Krankheit entstehen, wieder rückgängig zu machen.
Nerven-Wachstumsfaktor (NGF), ein körpereigenes Hormon, könnte zum Schlüssel bei der Behandlung von Alzheimer werden. Wie der «Sunday Telegraph» schon einen Tag vor der von den Forschern geplanten Veröffentlichung ihrer Ergebnisse meldet, erholten sich im Gehirn von Mäusen geschädigte Nervenzellen wieder, wenn sie mit NGF behandelt wurden.
Wachstumsfaktor-Spritze
Die Wissenschaftler nutzten dafür einen Stamm von Mäusen, bei dem Nervenzellen ähnlich wie beim Down-Syndrom und bei Alzheimer stark degenerieren. Sie spritzten den Mäusen NGF in die betroffenen Hirnregionen.Anfang April hatte der erste Versuch, einen Menschen mit NGF-produzierenden Zellen zu behandeln, Schlagzeilen gemacht. Ärzte um Mark Tuszynsky im kalifornischen La Jolla hatten einer 60-jährigen Frau mit erblich bedingtem Alzheimer genetisch veränderte Hautzellen in den Frontallappen ihres Gehirns eingepflanzt. Diese Zellen produzieren NGF. Es könnte die geschädigten Nervenzellen möglicherweise reparieren.
Mögliche Komplikationen
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Über den Zustand der Patientin informieren die behandelnden Ärzte derzeit nicht. Es wurde nur bekannt, dass sie sich von der Operation selbst gut erholt haben soll. Tuszynski selbst warnt vor zu großen Erwartungen. Er glaubt aber, dass die Therapie gewisse Hirnzellen schützen oder sogar reparieren kann.Vor Komplikationen bei solchen Zell-Therapien wird allerdings immer wieder gewarnt. Bei Parkinson-Patienten, die mit Dopamin produzierenden Stammzellen behandelt worden waren verstärkten sich die Symptome. Und die Zellen können, wenn sie einmal implantiert sind, kaum wieder entfernt oder deaktiviert werden. Auch NGF-Zellen können möglicherweise außer Kontrolle geraten. Sicherer wäre es, den Wachstumsfaktor von außen wie ein Medikament ins Gehirn zu bringen. Das ist bisher jedoch bei Menschen nicht gelungen.
Für das Web ediert von Richard Friebe
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