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«Das weibliche Auge»: Wie Frauen fotografieren

06. Dez 2007 12:21
Das weibliche Auge
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Ein neuer Foto-Ratgeber zeigt auf, was Männer von Frauen lernen können. Frauen legen mehr Wert auf Farbgestaltung und Ästhetik, behauptet die Buchautorin Almut Adler.

Ob Frauen anders Auto fahren und einparken, ist ein beliebtes Stammtischthema. Dass sie jedenfalls beim Fotografieren einen anderen Blick haben, zeigt die Münchener Fotografin Almut Adler in einem demnächst erscheinenden Buchratgeber. Frauen fotografieren nach ihrer Überzeugung eher intuitiv und legen mehr Wert auf Farbgestaltung und Bildaufbau. «Sie erfassen das Besondere und erspüren die Ästhetik.» Diesem Ansatz will das Buch mit dem Titel «Das weibliche Auge» gerecht werden.

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Angesprochen werden die ambitionierteren Lichtgestalterinnen, die denn auch nicht mehr mit der kleinen Kompaktknipse unterwegs sind, sondern eine digitale Spiegelreflexkamera ihr eigen nennen. Die auch als Grafikdesignerin tätige Autorin geht in der Gliederung ihres Buchs nicht viel anders vor als herkömmliche Fotolehrbücher. Von der Aufnahmetechnik über Bildaufbau, Perspektive und Licht gelangt sie zu den besonderen Anforderungen bestimmter Motive und Situationen. Darstellung und Präsentation aber gehen neue Wege. So werden allzu technische Begriffe vermieden zugunsten hübscher Neuprägungen wie den «Lichtbündelern» für die Linsen eines Objektivs.

Richtig und falsch

Jenseits der Technik vermittelt Adler nützliche Tipps zur Gestaltung fotografischer Situationen - auch wenn dabei schon mal Verhaltensweisen gefordert werden, die gemeinhin eher als männlich bewertet werden: «Devise Nummer 1: Herangehen!» Aber auch ganz simple Regeln werden formuliert: «Sorgen Sie bei Aktaufnahmen für behagliche Raumtemperaturen.»

Damit das weibliche Auge sich auch an schönen Bildern freut, ist das Buch reich illustriert. Neben eingängigen Grafiken fallen dabei besonders aussagekräftige Symbolfotos auf - etwa ein Selbstporträt mit einem Fingerring vor dem Gesicht, der eine offene Blende darstellt und zugleich deren Auswirkungen auf die Tiefenschärfe anzeigt. Gegenüberstellungen von «richtigen» und «falschen» Bildern machen auf Anhieb sichtbar, auf was beim Fotografieren zu achten ist - und zeigen auch dem männlichen Leser, wo er etwas vom weiblichen Blick lernen kann. (Peter Zschunke/AP)

Almut Adler: Das weibliche Auge. Anders sehen, anders fotografieren. Verlag Addison-Wesley, München 2007. 224 S., 29,95 Euro


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