Komponist Giannotti in Donaueschingen geehrt
21.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
In der knapp 49-minütigen Produktion «Geologica» rekonstruiert Giannotti akustisch im Zeitraffer 14 Milliarden Jahre Erd- und Menschheitsgeschichte als Science-Fiction-Comic, sagte Jury-Mitglied Frank Kaspar. Mit Fantasie und Hingabe habe der Italiener Originaltöne mit musikalischen Sequenzen und Klängen kombiniert. Damit habe er ein beeindruckendes Hörerlebnis geschaffen.
Den mit 5000 Euro dotierten Karl-Sczuka-Förderpreis erhielt die Schweizer Klangkünstlerin Bernadette Johnson (52) für ihre Autorenproduktion «3 akustische Gedichte». Das 20 Minuten dauernde Werk war erstmals im März bei Radio France gesendet worden.
Der Jury lagen in diesem Jahr 60 Werke zur Beurteilung vor. Sie wurden von 82 Künstlern aus 19 Nationen eingereicht. Der Karl-Sczuka-Preis gilt nach SWR-Angaben international als einer der wichtigsten Preise für akustische Kunst. Er ist nach dem früheren Hauskomponisten des Senders benannt und wird seit 1955 vergeben. Seit 1972 findet die Verleihung des Preises im Rahmen der Donaueschinger Musiktage statt. (dpa)

