Naturschützer beharren auf Tunnel im Elbtal
19.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Offenbar seien die Kosten für einen Tunnel nicht extrem hoch, sagte der SPD-Fraktionschef. Allerdings müssten auch die Betriebskosten für beide Varianten verglichen werden. Dulig riet dazu, die Tunnelvariante in nun folgende alternative Planungen einzubauen. «Die Türe ist jetzt offen, das müssen wir nutzen», sagte der Politiker.
Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden liegt der Bau der Waldschlösschenbrücke derzeit auf Eis. Die Umweltverbände hatten den Schutz der bedrohten Fledermausart Kleine Hufeisennase geltend gemacht. Das Regierungspräsidium Dresden legte Beschwerde dagegen ein. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen will bis Ende Oktober entscheiden.
Die Naturschutzverbände boten an, beim Bau eines Tunnels auf Klagen oder sonstiges rechtliches Vorgehen zu verzichten, wenn sie bei der Planfeststellung einbezogen werden. Milbradt hatte am Mittwoch erstmals Änderungen in Aussicht gestellt. Allerdings sollen sie nur innerhalb des geltenden Planfeststellungsverfahrens für die Brücke erfolgen. Demnach dürfte es keine Abstriche an der Größe des vierspurigen Bauwerks geben. Dies gilt aber als Haupthindernis bei einem Kompromiss mit der Unesco. Milbradt schweben beispielsweise ein verändertes Beleuchtungskonzept und schmalere «Brückenfüße» vor. (nz/dpa)

