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Naturschützer beharren auf Tunnel im Elbtal

19. Okt 2007 19:25, ergänzt 19:26
Schön ohne Brücke: Dresdner Elbtal
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Die vorgeschlagenen Änderungen an der geplanten Brücke durchs Dresdner Elbtal sind für Naturschützer unzureichend. Sie boten einen Klageverzicht an, wenn sie bei den Planungen mitreden dürfen.

In der Debatte um die geplante Brücke im Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal haben Naturschützer die von Sachsens Regierungschef Georg Milbradt (CDU) angekündigten Umgestaltungen als «völlig unzureichend» bezeichnet. Für eine Elbquerung komme aus naturschutzfachlichen Gründen nur ein Tunnel in Betracht, teilte der Berliner Anwalt der drei gegen die geplante Brücke klagenden Verbände Grüne Liga, BUND und Nabu am Freitag mit.

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Auch SPD-Fraktionschef Martin Dulig sprach sich für diese Variante aus. «Ich halte nach wie vor den Tunnel für die vernünftige Lösung.» Dresden droht den 2004 erhaltenen Welterbe-Titel zu verlieren, wenn die Waldschlösschenbrücke wie geplant entsteht. Laut Dulig haben die Dresdner 2005 beim Bürgerentscheid für die Brücke lediglich darüber abgestimmt, «von A nach B zu kommen» - nicht aber über die Art der Elbquerung.

Offenbar seien die Kosten für einen Tunnel nicht extrem hoch, sagte der SPD-Fraktionschef. Allerdings müssten auch die Betriebskosten für beide Varianten verglichen werden. Dulig riet dazu, die Tunnelvariante in nun folgende alternative Planungen einzubauen. «Die Türe ist jetzt offen, das müssen wir nutzen», sagte der Politiker.

Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden liegt der Bau der Waldschlösschenbrücke derzeit auf Eis. Die Umweltverbände hatten den Schutz der bedrohten Fledermausart Kleine Hufeisennase geltend gemacht. Das Regierungspräsidium Dresden legte Beschwerde dagegen ein. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen will bis Ende Oktober entscheiden.

Die Naturschutzverbände boten an, beim Bau eines Tunnels auf Klagen oder sonstiges rechtliches Vorgehen zu verzichten, wenn sie bei der Planfeststellung einbezogen werden. Milbradt hatte am Mittwoch erstmals Änderungen in Aussicht gestellt. Allerdings sollen sie nur innerhalb des geltenden Planfeststellungsverfahrens für die Brücke erfolgen. Demnach dürfte es keine Abstriche an der Größe des vierspurigen Bauwerks geben. Dies gilt aber als Haupthindernis bei einem Kompromiss mit der Unesco. Milbradt schweben beispielsweise ein verändertes Beleuchtungskonzept und schmalere «Brückenfüße» vor. (nz/dpa)


 
 
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