09. Okt 2007 15:47
Sie küsste ein schneeweißes Gemälde mit knallrot geschminkten Lippen. Jetzt steht eine 30-Jährige vor Gericht und muss möglicherweise Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen.
Das sei «kein Liebesbeweis, sondern eine Vergewaltigung des Kunstwerks», sagte ein Sprecher der Sammlung Lambert in Avignon über die Tat, die sich im Juli ereignet hatte. Der Sachschaden wird auf zwei Millionen Euro geschätzt. Der Kuss könnte die Frau teuer zu stehen kommen. Der Künstler hat seine Schadenersatz-Forderung noch nicht genannt.Um das Gemälde sachgerecht zu reinigen, mussten mehrere Kosmetikhersteller Firmengeheimnisse preisgeben. Sie teilten den Restauratoren die normalerweise streng geheimen chemischen Bestandteile ihrer Lippenstifte mit. (nz/dpa)