30. Aug 2007 14:41
Joachim Meisner ist kein Fan des neuen Glaskunstwerks von Gerhard Richter im Kölner Dom. Für ihn passt das Fenster eher in eine Moschee.
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat sich gegen das neue abstrakte Glasfenster von Gerhard Richter im Kölner Dom ausgesprochen. Für eine christliche Kirche und speziell den Kölner Dom hätte sich der Erzbischof «etwas anderes, nicht so eine Beliebigkeit» gewünscht, sagte ein Sprecher des Erzbistums am Donnerstag. Die Kölner Zeitung «Express» zitierte den Kardinal mit den Worten: «Das Fenster passt nicht in den Dom. Es passt eher in eine Moschee oder in ein Gebetshaus.» Dazu sagte der Erzbistumssprecher, Meisner habe gesagt, das Richter-Fenster könne «genauso gut in einer Moschee hängen». Das Kunstwerk war am Samstag feierlich eingeweiht worden.Mit dem Verweis auf die Moschee habe Meisner gemeint, dass es im Islam ein ausdrückliches Bilderverbot gebe und dass das neue Dom- Fenster ohne figürliche Abbildungen daher auch in einer Moschee möglich sei. Er verstehe die Aufregung um das Thema nicht: «Über Kunst kann man streiten und der Kardinal hat eben seine eigene Meinung», sagte Christoph Heckeley.