Bekannte Schriftsteller geben Doping zu
04.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf die Frage, womit er gedopt habe, antwortete Brussig: «Alles, was mir in die Finger kam. Ich hab mit Koffein und Vitaminen angefangen, habe es mit Höhen-und Bibliotheksluft versucht, aber das brachte nicht viel. Ich hab dann wild durcheinandergedopt: Anabole Steroide, Asthmasprays, später Epo, was weiß ich. Pillen, Cocktails, Spritzen, Sprays ich wusste oft selbst nicht, was ich nehme.»
Brussig gab sich überzeugt, dass der Literaturbetrieb durch und durch dopingverseucht ist. Wirksame Kontrollen sah er nirgends: «Urinkontrollen während der Buchmesse, das ist doch lachhaft. Da sind die Bücher doch längst geschrieben».
Für besonders viel Aufregung sorgt das Geständnis des Berliner Autors Norbert Zähringer:
Die Äußerungen der Schriftsteller zum Dopingmissbrauch sind auf der Website www.literaturport.de versammelt, hier kann man auch das Bekenntnis von Brussig in voller Länge lesen. Das Literaturportal aus Berlin ist bekannt geworden durch sein Autorenlexikon. Falls Doping im Literaturbetrieb tatsächlich so verbreitet ist, wie es den Anschein macht, müsste dieses Lexikon allerdings gründlich überarbeitet werden.
Für das Web ediert von Michael Angele

