US-Psychologe Watzlawick verstorben
Dabei vertrat er in der Psychologie eine recht umstrittene Position, die so genannte systemisch-konstruktivistische Methode. Hierbei verzichtete Watzlawick grundsätzlich auf die Erforschung und Durcharbeitung der Vergangenheit eines Patienten: «Ich suche nicht nach Gründen in der Vergangenheit, sondern untersuche die Situation im Hier und Jetzt. Für mich ist der akute Leidensdruck der Patienten entscheidend», sagte er einmal.
Seinen großen Bekanntheitsgrad verdankte der Psychotherapeut allerdings seinen mit viel Witz geschriebenen Psychologiebüchern. Seine «Anleitung zum Unglücklichsein» (1983), eine gelungene Parodie auf die Ratgeberliteratur, verkaufte sich allein in Deutschland über eine Million Mal. Zu seinen Publikationen gehörten «Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen», «Gebrauchsanweisung für Amerika», «Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was zu wissen wir glauben?» sowie «Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien». (dpa)

