29. Jun 2006 07:14
Sein Patriotismus ist links. Sein Hass auf die Engländer in Wahrheit Liebe. Bestseller-Autor Matthias Matussek im Interview. Die Fortsetzung.
Deutsches Theater
Ein Interview in drei Akten
Zweiter AktInterviewer: Herr Matussek, eines sehen Ihre Feinde wohl wirklich nicht. Ihr Buch ist fröhlich, präsentiert einen sanften Patriotismus.
Matussek: Mir geht es in meinem Buch nicht um dunklen Chauvinismus, sondern um linken Patriotismus, um Vaterlandsliebe im besten Sinne. Ich spaziere mit Heinrich Heine durch Berlin und behaupte: er hätte dieses friedliche, entspannte Land in der Mitte Europas gemocht.
Interviewer: Was verstehen Sie denn unter einem linken Patriotismus?
Matussek: Die Internationale ist doch mittlerweile eine Sache der Hedge Funds und Global Players und McDonalds geworden, und es ist die Arbeiterklasse, die zu Hause sitzt und national Steuern zahlt und darauf angewiesen ist, dass ihre Unternehmer auch Patrioten sind, die Arbeitsplätze eben nicht ins Ausland verlagern, sondern im Lande lassen. In dem Sinne ist der Patriotismus eine linke Angelegenheit. Wissen Sie, die Leute wollen noch ein bisschen Deutschland, Italien, Holland bleiben, statt nur noch adidas, Gucci oder Shell.
Interviewer: Und was hindert diese Leute heute daran, chauvinistisch und fremdenfeindlich zu werden?
Matussek: Wir alle hören englischen Pop, grillen brasilianische Churrascos, jubeln im Fußballstadion Odonkor zu. Ich war ja lange im Ausland und halte Deutschland für das toleranteste Land, in dem ich gelebt habe. Die Brasilianer sind wesentlich rassistischer als sie selber denken. In unserem Sportclub in Rio waren alle Mitglieder weiß, und alle Kellner und Platzwarte schwarz. Die Amerikaner sind sowieso Rassisten. Die Engländer erst Recht. Nö, da schneidet Deutschland ganz gut ab.
Interviewer: Vielleicht. Aber reisen Sie einmal durch Ostdeutschland. Es gibt dort noch viel Dumpfheit.
Matussek: Sicher gibt es überall Idioten, und in meinem Buch besuche ich Hoyerswerda wieder, 15 Jahre, nachdem ich dort die Pogrome gegen die Vietnamesen und Mozambikaner miterlebt habe. Aber das hat sich ausgedampft. Die deutsche Einheit insgesamt ist eine tolle Leistung. Überlegen Sie sich einmal, das reiche Norditalien würde gebeten, eine Billion Euro in den armen Süden zu transferieren.
Interviewer: Für Ihre Reportage über das Theater in Anklam kurz nach der Wende haben Sie zu Recht den Kisch-Preis bekommen. Fahren Sie doch wieder einmal in diese ostdeutsche Kleinstadt und vergleichen Sie. Das wäre spannend.
Matussek: Ich habe das ja auch damals nicht romantisiert. Ich schildere ja, wie ich knapp mit meinem Leben davon gekommen bin, weil da diese rechtsradikalen Schläger in dieser einen Kneipe herumsaßen.
Interviewer: Besuchen Sie doch diese Kneipe wieder. Das würde ich gerne lesen. Oder was ist aus dem Theaterchef mit diesen komischen Namen geworden? Bordel?
Matussek: Den gibt es immer noch, wir hatten noch einen kurzen Briefwechsel. Der hat alles überlebt. Diese Leute sind ja unzerstörbar.
Andreas Dresen hat aus meiner Reportage seinen ersten Film gemacht, das ging ja bis in die Dialoge hinein. Wunderbar. Allerdings hat er vergessen, seine Quelle zu erwähnen. (lacht)
Interviewer: Legen Sie sich nun bloß nicht auch noch mit dem Dresen an! Das ist ein guter Mann.
Matussek: Ja, habe ich ihm auch gesagt. Ich habe alle seine Filme gut besprochen.
Interviewer: Wieso kommt eigentlich der Begriff Citoyen bei Ihnen nicht vor? Das ist doch traditionell der linke oder liberale Bürger.
Matussek: Doch er kommt vor, in dem Interview mit Klaus von Dohnanyi. Der Citoyen ist übrigens nicht nur der Revolutionär, sondern, nachdem er von den Barrikaden heruntergestiegen ist, der Spießer unterm Bürgerkönig. Mich interessiert dagegen der Bildungsbürger.
Interviewer: Und was fasziniert Sie am Bildungsbürger?
Matussek: Ein typisch deutsches Phänomen. Es entstand in den Städten, den Zünften. Der Bildungsbürger kompensiert, was ihm an äußerem Rang fehlt, mit innerem Reichtum, eben Bildung. Dadurch wird er heiratsfähig für den Adel. Er erfährt die sittliche Erziehung durch Kunst. Das ist sein Kapital. Diese Denkfigur gibt es in keinem anderen Volk. Der Engländer würde sagen: Ich bin dann vollendet, wenn mein Sklavenhandel soviel Gewinn abwirft, dass ich mir Land kaufen kann. Der Franzose würde sagen: Ich werde Mensch, wenn ich Karriere gemacht habe. Die innere Karriere als Ziel, dass gibt es nur im Deutschen.
Interviewer: Kommen Sie mir nicht mit Innerlichkeit!
Matussek: Sicher ist die immer gefährdet, und das Bildungsbürgertum war auch nicht stark genug, um die Nazi-Barbarei zu verhindern. Ja, es war in seinen jüdischen Teilen, und nicht nur in denen, selber Opfer des Nazi-Wahns. Aber gerade weil es so eine ohnmächtige Angelegenheit ist, hat mich das sehr gerührt.
Interviewer: Rührung ist ein gutes Stichwort. An manchen Stellen hat mich ihr Buch ja regelrecht gerührt, weil es so versöhnlich ist. Dieser Mensch, der da die Leute vor den Kopf stößt, will eigentlich alle umarmen.
Matussek(strahlt): Das freut mich aber sehr, dass Sie die Freundlichkeit, die ich beim Schreiben wirklich empfunden habe, registriert haben. Ich habe versucht, mit der brasilianischen Sonne an das Thema Deutschland zu gehen. Unsere Intellektuellen sind ja oft sehr schizophren. Sie beschweren sich über alles, was deutsch ist, und beschweren sich dann auch noch darüber, dass alles so mieser Stimmung ist. Maler Lüpertz jetzt, in der «Zeit». Der projiziert doch nur seine eigene miese Laune aufs Land. Ich finde, wir haben Grund, zu feiern: bei uns verrecken die Leute nicht auf der Straße, hier wird dir die Knarre nicht an den Kopf gehalten. Wunderbar.
Interviewer: Nun gibt es nicht nur die Brasilianer in ihrem Buch, sondern auch die Engländer. Meines Erachtens funktioniert Ihre Freundlichkeit nur in der Abgrenzung von diesen «unmöglichen» Engländern.
Matussek: Da haben Sie Recht. Die Engländer werden in meinem Buch als sidekick mitgeschleift. Was die normalerweise mit uns machen – der «Times»-Korrespondent Roger Boyes zum Beispiel hält uns alle für pervers und dekadent – mache ich mit denen. Die kriegen alle vier Seiten auf die Mütze. Das lockert die Sache auf.
Interviewer: Die Liebe zum Eigenen kann offenbar nur über Abgrenzung funktionieren.
Matussek: Natürlich. So wie Knud Hamsun über Amerika geschrieben hat. Und er ist mit seinem Amerika-Hassbuch dort sogar auf Tournee gegangen!
Interviewer: Wird Ihr Buch ins Englische übersetzt?
Matussek: Ich hoffe sehr.
Interviewer: Und mit welchen Reaktionen rechnen Sie? Tragen die Engländer Ihre Beschimpfung mit Fassung?
Matussek: Ja. Ich wurde eben vom «Guardian» noch einmal aufgefordert, kritisch über die Insel zu schreiben. Das habe ich gemacht. Die Leserbriefreaktion war enorm. Und zwar positiv. Soeben habe ich einen Brief meines Freundes John le Carré bekommen. Auch er findet meine Kritik an den britischen Vorurteilen berechtigt. Und er findet die Deutschen übrigens ganz cool.
Interviewer: Sind die Deutschen das wirklich? Ihnen fehlt ja sogar das Wort dafür! Und für «Cool Britannia» gibt es kein deutsches Äquivalent.
Matussek: Ich habe tatsächlich versucht, ob ich das klauen könnte für den Titel. Aber «Cooles Deutschland» klingt nicht so gut. «Die lässigen Deutschen»?
Interviewer: Kommt auch nicht gut.
Matussek: Normalerweise würde ein deutscher Intellektueller titeln: «Die Deutschen». Um klar zu machen, daß er nicht dazu gehört. Ich brauche diese Abgrenzung nicht, ich gehöre dazu. Mein Programm ist: «Wir». Viele meiner Journalisten-Kollegen lassen gern den Mondänen raushängen und sagen, «ich fühle mich nur in Frankreich wohl», oder «ich finde es ganz toll, dass ich wenigstens CNN sehen kann», weil sie denken, damit ist die große weite Welt verknüpft. Dabei ist CNN das spießigste und dümmste, was es gibt. Und ich darf das sagen, denn ich war selber oft genug bei denen im Studio und musste irgendwelchen texanischen Fönwellen den VW-Skandal erklären.
.
Interviewer: Sie brauchen die Abgrenzung zu «den Deutschen» vielleicht nicht. Aber Abgrenzung brauchen Sie doch. Bei all dem Versöhnlichen findet ja eine Figur keine Gnade bei Ihnen: Joschka Fischer.
Matussek: Ich muss ihnen sagen, dass ich den Fischer einfach unsympathisch finde.
Interviewer: Aber er steht in ihrem Buch für mehr.
Matussek: Er steht für die Selbstgerechtigkeit einer ganzen Generation. Und er hat nun einmal diese Signalsätze, diese Politgewinnlersätze gesagt. «Der Grundstein Deutschlands ist Auschwitz». So ein Unsinn. Der Grundstein Deutschlands ist sehr viel älter. Im Grunde sagen Fischer und seinesgleichen immer das eine: 'Ich bin der gute Deutsche, weil ich die Restdeutschen verunglimpfe'. Das geht mir auch bei Willemsen so auf den Keks. Dass diese Leute immer damit beschäftigt sind, sich leuchtend abzuheben von den «schlechten» Deutschen.
Interviewer: Es geht eben immer um Abgrenzungen, Distinktionen.
Matussek: Gegen Abgrenzung ist ja nichts einzuwenden. Es geht mir nur um Verlogenheiten in diesem Kulturrummel. Ansonsten ist Gegnerschaft ja in Ordnung. Du hast doch schon beim Fußball überhaupt keinen Spaß, wenn Du dich nicht mit einer Mannschaft auf Gedeih und Verderben identifizierst und unbedingt gegen den anderen gewinnen willst. Wenn Du davon ausgehst: Der Bessere soll gewinnen, forget it! Geh lieber Schwimmen.
Interviewer: Zugegeben. Die Türken bei uns in Berlin schwenken ja auch nur die Fahnen der anderen, weil ihre eigene Mannschaft nicht dabei ist.
Matussek: So. Und dieser Impuls wird auch in der globalisierten Welt nicht verschwinden, weder kulturell noch materiell. Materiell müssen wir uns ja wirklich auf einen Weltwirtschaftskrieg vorbereiten. Machen wir uns nichts vor. Ich sehe die globalisierte Welt nicht als schöne neue Welt der nivellierten Märkte und der Grenzenlosigkeit. Ich sehe sie als Aufmarschgebiet für ganz schwere Auseinandersetzungen. Und da wäre es ganz gut, wenn wir Deutschen zusammenstehen würden, alle miteinander, und nicht die einen sagen, wir hauen ab, und die anderen können nicht und die letzten beißen die Hunde.
Interviewer: Hm. Jedenfalls: Umso lächerlicher diese Auseinandersetzungen im Feuilletonbetrieb. Warum gibt es da nicht mehr Selbstironie?
Matussek: Das ist in England tatsächlich anders. Die «Spectator-Kolumnen» oder Kolumnen in der «Sunday Times» sind einfach ein Genuss, sehr brutal und komisch. Bei uns nehmen sie sich manchmal ein bisschen zu ernst. Sicher. Obwohl es nun doch eine ganze Reihe guter Kolumnisten gibt, die es vor fünfzehn Jahren noch nicht gab.
Interviewer: An wen denken Sie? Martenstein finde ich witzig.
Matussek: Harald Martenstein ist witzig, aber nicht immer. Wenn er über mich schreibt, ist er überhaupt nicht witzig. Aber sonst ja. (In sein Handy, als würde er telefonieren): «Hast Du gehört, Martenstein, Du Troglodyt, du mexikanische Wüstenpalme, nicht komisch!» Man sollte niemandem mit Schnauzbart trauen. Der trägt eine Pfeifentasche mit sich rum, und in der ist ein kleiner Kamm für seinen Schnauzer, wussten Sie das?
Interviewer: Natürlich. Es ist Stadtgespräch. Willi Winkler finde ich auch witzig, oder besser gesagt: ironisch.
Matussek: Willi Winkler ist ein Problemfall. Er denkt er sei witzig, aber er ist es nicht.
Interviewer (entsetzt): Das stimmt nicht.
Matussek: Wenn Willi Winkler bei Euch in einem Interview a) behauptet, ich sei mit Kai Diekmann befreundet, dann stimmt das nicht. Ich würde es nicht für ehrenrührig halten, ich glaube Kai Diekmann ist ein sehr netter Mensch, nur haben wir uns in unserem Leben vielleicht zweimal getroffen. Und wenn er b) behauptet, ich sei ein Modekirchenfrommer, stimmt das erst Recht nicht. Wir gehen sonntags in die Kirche, wir beten bei Tisch, mein Sohn ist Ministrant, ich war früher selber Ministrant, wie alle meine Brüder, ich versuche so gut wie möglich die Kirchengesetze einzuhalten, wir sind stinknormale Durchschnittskatholiken.
Interviewer: Gut, diese unglücklichen Äußerungen standen im Zusammenhang mit dem Hype, den es damals um den neuen Papst im deutschen Feuilleton gab. Und ich sage Ihnen: Dieses Geschwafel vom Ende des Relativismus fand auch ich unerträglich. Zum Glück hat sich von diesem Pseudo-Fundamentalismus nichts gehalten.
Matussek: Ich glaube nicht, dass Sie Recht haben. Ich glaube, dass die Figur Ratzinger eine äußerst positive Figur ist für die Verständigung zwischen Katholiken und Atheisten.
Interviewer: Für die paar Treuen. Aber die Masse, die damals Benedikt XVI bejubelt haben, weiß doch noch nicht einmal, wer Ratzinger ist.
Matussek: Doch, Sie müssen sich nur einmal den Weltjugendtag in Köln angucken...
(sieht, dass über den Bildschirm die Zusammenfassung eines Basketballspiels läuft)
Ganz kurz nur.
( nimmt die Fernbedienung und macht den Ton lauter)
Aber Miami gab nicht auf. Vor allem Dwyane Wade war nicht zu stoppen...
Ich war ja in New York als Pat Riley die New York Knicks trainiert hat, und hat nie ein Finale gewonnen. Gucken Sie sich das an, der macht es im Alleingang!
...Gary Payton...
Der war bei den Supersonics, der Gary Payton.
...Dirk Nowitzki, der Pfiff. Ein klares Foul am Deutschen. Das bedeutet zwei Freiwürfe. Die Möglichkeit drei Sekunden vor Spielende auszugleichen...
Irre, dass wir einen deutschen Spieler haben in der NBA.
Interviewer: Aber nur einen, oder? Die Deutschen müssen ja nun nicht überall
mitmischen.
Matussek: Das irre ist ja, dass die Deutschen tatsächlich überall auf der Welt sind.
Interviewer: Die Schweizer zum Beispiel können ein Lied davon singen.
Matussek: Die Schweizer mögen doch die Deutschen? Oder nicht?
Interviewer: Geht so.
Matussek: Woran liegt das?
Interviewer: Weil Sie die Schweiz unterwandern. Spitäler, Redaktionen, Bühnen, oben Deutsche, unten Deutsche, vor allem oben. Die Schweizer hassen die Deutschen. Aber weil sie so höflich sind, trauen sie es sich nicht zu sagen.
Matussek: Aha.
Interviewer: Fragen Sie Roger Köppel, den kennen Sie doch. Sie haben ja keine Hemmungen, die Welt in ihrem Buch davon in Kenntnis zu setzen, mit welchen Kollegen Sie privat verkehren...
Matussek: Wieso ist doch ok? Das sind die Leute, die wir nun einmal kennen.
Interviewer: Die Sie nun einmal kennen.
Matussek: Da war das eine witzige Szene, weil da vier Medienleute mit einem Auftrag in dieses Kino in Neukölln gingen...
Interviewer: Es sind immer vier Medienleute, oder drei, oder zwei. Oder einer. Roger Köppel. Von dem Sie sagen: Scharf wie ein Offiziersmesser. Eigentlich untypisch. Der Schweizer ist weniger wie sein Messer, als mehr wie sein.. .
Matussek: Aber Köppel kann alle Clint Eastwood-Filme auswendig. Ein sehr witziger, hellwacher Typ.
Interviewer: Sie sprechen und schreiben unentwegt von Ihren Freuden unter den Journalisten. Was sollen den die vielen, ganz normalen Leute denken, die Ihr neues Buch nun lesen? (hält ein Buch hoch)
Matussek: Sie fuchteln hier dauernd mit dem «Palasthotel» herum.
Interviewer: Ja, aber die Leser sehen das ja nicht. Also, die Wahrheit ist doch: es gibt keine Freunde unter Journalisten.
Matussek: (senkt die Stimme) Ja, das ist richtig, aber das sind die einzigen Leute, mit denen wir Umgang haben. Deshalb muss man sich mit einigen einfach verständigen. Wahre Freundschaften sind wirklich rar. Ich würde sagen, in meinem Leben gibt es vielleicht zwei Leute, die ich als Freunde bezeichnen würde.
Interviewer: Franz Josef Wagner? (zieht ein Magazin aus der Tasche) Hier sagt er: «Ich kenne natürlich die Mächtigen der Republik und der Kultur, des Journalismus, Matusek, Aust, das sind zum Teil meine Freunde». Wie häufig wird Ihr Name eigentlich verhunzt? Hier in einer ungewöhnlichen Variante: Matusek.
Matussek: Ist es wahr? Was ist das für eine Zeitung? Zeigen Sie her.
Interviewer: Das lag der «Zeit» bei. «Zugpferde» heißt das, sie machen mit einem Interview mit Wagner, dem «Gossen-Goethe», auf.
Matussek: Stellen Sie sich vor, Sie müssten jeden Tag 40 Zeilen für 11 Millionen Leser schreiben. Jeder andere würde da einknicken. Franz Josef nicht. Er macht das bereits über 1000 Mal. Seit fast vier Jahren. Und da ist er ziemlich oft genial.
Interviewer: Wenn Sie es sagen.
Matussek: Im übrigen spielt er immer noch ziemlich gut Tennis. Allerdings kann er nicht verlieren. Wie ich.
(Matussek = Matthias Matussek; Interviewer= Michael Angele)