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Der neue Look der Kanzlerin: 

Merkel «erstaunt» über Blicke in den Ausschnitt

14. Apr 2008 15:27
Angela Merkel
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Große Medien-Aufregung über Angela Merkels Dekolletee. Nun äußert sich auch das Kanzleramt im schönsten Polit-Sprech: Die «Neukomposition aus dem Bestand» der Kanzlerin sollte eigentlich gar nicht auffallen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 53) ist ein modischer Coup gelungen. Mit ihrer tief ausgeschnittenen Abendgarderobe, die sie bei der Eröffnung der Osloer Nationaloper am vergangenen Wochenende trug, hat die sonst so modemuffelige Politikerin ein gewaltiges Rauschen im Blätterwald ausgelöst.

Diverse Print- und Online-Medien würdigten am Montag bildreich das ungewohnt tiefe Dekolletee der Kanzlerin, die ihn einem schwarzen Kleid mit blau-petrolfarbenem Oberteil aufgetreten war. So groß war offenbar das Interesse, dass sich noch am selben Tag sogar Vize-Regierungssprecher Thomas Steg dazu äußerte: «Die Bundeskanzlerin ist ein bisschen erstaunt gewesen», sagte er am Montag in Berlin.

Schließlich sei die (vermutlich von Merkels Lieblingsschneiderin Bettina Schoenbach stammende) Robe noch nicht einmal neu gewesen sei. Oder, um im offiziellen Ton der Bundesregierung zu bleiben: «Dass dieses Abendkleid, eine Neukomposition, ein Neuarrangement aus dem Bestand der Bundeskanzlerin, für eine solche Furore gesorgt hat (...), lag nicht in der Absicht der Bundeskanzlerin», heißt es da gestelzt. Steg war eine gewisse Befremdung über das ungewohnte Thema anzumerken. «Wenn die Welt nichts Wichtigeres hat, als über Abendkleider zu reden (...), dann kann man wahrscheinlich auch nicht helfen», sagte Steg. Merkel habe «sehr viel Anerkennung» für ihre Kleidung erfahren, und habe sich ohnehin damit abgefunden, dass das Kleid allemal ein Anlass für ausführliche Berichte gewesen sei. «Die Bundeskanzlerin wird auch bei künftigen festlichen Veranstaltungen nach persönlichem Geschmack, nach Lust und Laune ihre Abendgarderobe auswählen», sagte der Regierungssprecher weiter. (nz)
 
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