«Germany's Next Topmodel»:
Heidi Klum lässt sie wieder laufen
28. Feb 2008 17:42
 |  Barbara Meier, Rolf Scheider und Lena Gercke (v.l.n.r) | Foto: dpa |
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Am Donnerstag startet die dritte Staffel von «Germany's Next Topmodel». Diesmal ohne «Drama, Baby!»-Bruce, dafür aber wieder mit Deutschlands Schönsten und cleverem Crossmarketing.
Sie sei eine kleine Naschkatze, räumt die gertenschlanke Barbara Meier ein und deswegen mache sie jetzt für einen bundesweit bekannten Schokoladenriegelhersteller Werbung. Außerdem hat sich die 21-Jährige aus Regensburg in den Dienst eines Bekleidungshauses und eines Haarpflegemittelproduzenten gestellt. Die Nachfrage sei groß gewesen, nachdem sie im vergangenen Jahr den ProSieben-Wettbewerb «Germany's Next Topmodel» gewonnen habe, unterstreicht die junge Frau mit den rötlichen Haaren.
Auch Lena Gercke kann sich nicht beklagen. Die 19-Jährige aus Cloppenburg, die die erste Staffel 2006 gewann, musste zwar erst einmal ihr Abitur nachmachen, aber ist inzwischen für ein Lakritzunternehmen und für einen großen Software-Händler aktiv geworden. Auch die jungen Damen, die nicht ganz oben auf dem Treppchen standen, profitierten von der Castingshow, ob sie nun für den einen oder anderen Film vor der Kamera standen oder für das FC Bayern TV moderierten.
Eine Hand wäscht die andere
Die Show mit der Hauptprotagonistin Heidi Klum in der Jury wird wegen guter Quoten von diesem Donnerstag (20.15 Uhr) an fortgesetzt, zumal sich das TV-Produkt als ideal für den Sender ProSieben und seine Beziehungen zu den Werbekunden erweist. Denn Peyman Amin, neben Klum auch Jurymitglied, ist Agent bei der weltweit operierenden Modelagentur IMG, bei der auch Klum unter Vertrag steht. Seine Mädchen flanieren auf den Laufstegen aller Kontinente und werden für Werbefeldzüge eingespannt, die sich auch als Spots auf ProSieben wiederfinden dürften - eine Hand wäscht die andere. 18.200 junge Frauen aus ganz Deutschland haben sich für die dritte Runde des Wettbewerbs beworben. Rund 100 von ihnen werden zur ersten Show eingeladen. «Die Mädchen steigen schneller in das echte Model- Leben ein», kündigt die 34-jährige Klum an. «Sie werden viel unterwegs sein, und zwar in alle Himmelsrichtungen.» Die Siegerin erhält bei der Modelagentur IMG einen Vertrag und macht mit der Zeitschrift «Cosmopolitan» - auch ein Bestandteil der fein gestrickten Crosspromotion - ein Fotoshooting fürs Titelbild.
Der neue Bruce heißt Rolf
Stühlerücken gab es im Vorwege der Show am Jurorentisch. Der populäre Bruce Darnell schied aus, weil er sich für das ARD-Vorabendprogramm verpflichten ließ, wo er seit Februar durch eine Stylingshow führt - allerdings mit schwachen Einschaltquoten. Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG, mutmaßte öffentlich, Darnell sei «für eine Million Euro» zur ARD gewechselt. Er wird ersetzt durch den Casting-Direktor Rolf Scheider, der künftig mit Klum und Amin über das Wohl und Wehe der Bewerberinnen befindet. Den Vorjahressiegerinnen ist der Erfolg nicht zu Kopfe gestiegen, wie beide betonen. Sie geben sich als bodenständig. Beide wohnen trotz ihres Jet-Set-Lebens noch bei ihren Eltern. «Man muss auf dem Teppich bleiben», sagte Gercke. Meier: «Ich bin so viel unterwegs, da lohnt es sich gar nicht, eine eigene Wohnung zu beziehen.» Die Mathematikstudentin Meier will weiter an der Universität büffeln, aber möglichst wenige Veranstaltungen besuchen. Auch der Stylist Boris Entrup warnt alle Kandidatinnen davor abzuheben. «Ein Model muss auch den Müll runterbringen können», sagt er. (Carsten Rave, dpa)