21.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
April-Gesicht: Gemma Ward
Foto: Pirelli Kalender 2008, photographed by Patrick Demarchelier
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Geisha-Charme und fernöstliche Grazie statt Busenblitzer: Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat mit seinem legendären Kalender für das Jahr 2008 eine Hommage an China geschaffen.
Der Pirelli-Kalender 2008 soll den «Glanz des alten China wieder auferstehen» lassen. Dabei geht es dem italienischen Reifenhersteller um «Perfektion, Reinheit, Anmut». Das erklärt, warum die Protagonistinnen der neuesten Ausgabe des begehrten Werkes sich für Pirelli-Verhältnisse geradezu zugeknöpft präsentieren. Wo früher gerne mal ein Busen blitzte, verhüllen im Jahr 2008 züchtige Kimonos die Kurven der Models. Doch auch dies hat seinen ganz speziellen Reiz.
Erstmals wurde der Kalender in Asien produziert, genauer gesagt in Shanghai. Als Kulisse für die 23 Porträts - mit Ausnahme des Augusts zieren zwei Models pro Monat den Kalender - wurden verwunschene Teehäuser, die Gärten der ehemaligen britischen Gesandtschaft, die geschäftige Nanjing-Straße oder die verbotene Stadt ausgewählt.
«Innere Grazie ist im Westen selten»«Ich stelle sehr oft fest, dass die Leute im Westen eher auf die klischeehaften chinesischen Gesichter stehen: lange Haare, schräge Augen. Aber das hat sich alles geändert. Viele chinesische Frauen sind sehr anmutig. Ich glaube, dass wir eine innere Grazie besitzen, die man im Westen selten findet», sagt der chinesische Filmstar Maggie Cheung, die das November-Kalenderblatt ziert.
Starfotograf Patrick Demarchelier fotografierte den legendären Kalender bereits zum zweiten Mal. Den ersten hatte er im Jahr 2005 in Rio de Janeiro aufgenommen. «Das Casting war eine faszinierende Mischung aus Ost und West: eine unglaublich interessante Mischung von Gesichtern», sagt der Franzose über das Shooting, das im vergangenen April stattfand.
Pirelli setzt 2008 auf frische GesichterNachdem in früheren Jahren schon Weltstars wie Sophia Loren oder Jennifer Lopez den Kalender zierten, setzte der Reifenhersteller für 2008 vor allem auf frische Gesichter. Dazu zählen Models der Stunde wie die Britinnen Agyness Deyn und Lily Donaldson, die Holländerin Doutzen Kroes oder die Australierin Gemma Ward. Doch auch einheimische Schönheiten standen vor Demarcheliers Linse. Darunter eben auch die chinesische Schauspielerin Maggie Cheung («In the Mood for Love»).
Pirelli präsentiert sich mit dem neuen Kalender als traditionelles, aber auch als zukunftsorientiertes Unternehmen. Mit dem Kalender 2008, übrigens der 35. in der Geschichte der begehrten Kalender, will der Reifenhersteller die Kunden im Osten erreichen. So fand die offizielle Enthüllung nur wenige Tage nach der Eröffnung des zweiten chinesischen Reifenwerks in der Provinz Shandong statt. (nz)