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Lupe Die Stars lassen Testino rein

Nicole Kidman, Karl Lagerfeld, Cameron Diaz - sie alle lieben Mario Testino. In seinem neuen Bildband «Let me in!» gewährt der Starfotograf intime Einblicke in die Welt der Reichen und Schönen.

Richtig glücklich wirkt Nicole Kidman ohne ihre versteinerte Botox-Miene, Demi Moore und Ashton Kutcher spielen verliebt mit einem Lippenstift, und Robbie Williams zeigt spitzbübisch lachend seinen blanken Hintern. Wo es das zu sehen gibt? In Mario Testinos jüngstem Bildband «Let me in!».

Und sie haben ihn reingelassen. Wie kein anderer Fotograf schafft Testino Augenblicke der Intimität und Nähe mit den Reichen und Schönen, doch ohne ihnen dabei zu nahe zu treten. Es gelingt ihm, schönen Schein zu schaffen, dem der Betrachter - wenn auch nur für kurze Zeit - Normalität abnimmt.

Und dafür lieben ihn die Prominenten und lassen ihn gewähren, eben weil er sie nicht wie Weltstars porträtiert. Locker und gelöst scheinen sie vor der Linse des Peruaners zu posieren. Von Bowie bis Beckham, von Miller bis Moss - alle lassen sie ihn auf ihre Partys oder gar in ihre Schlafzimmer, um Momentaufnahmen für die Ewigkeit zu schaffen.

Weder Falten, noch Schweißperlen
Zuweilen wirken die Bilder so zufällig wie die Schnappschüsse eines Edel-Paparazzo, jedoch bleibt das Hyperreale und Schmutzige, wie man es etwa von einem Terry Richardson kennt, außen vor. Da gibt es weder Falten, noch Schweißperlen oder störende Achselhaare, sondern stattdessen die perfekte Inszenierung, mit Leichtigkeit geknippst: Ob Karl Lagerfeld, Gwyneth Paltrow oder Cameron Diaz, auf Testinos Bildern sind sie alle entspannt, jung und hübsch anzuschauen. Der perfekte Schnappschuss eben.

Kidman stand für «Let me in!» übrigens nicht nur Model, sie hat auch das Vorwort geschrieben. (nz)

Mario Testino: «Let me in!»
Taschen Verlag, Köln 2007. 300 S., 29,99 Euro.