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Bündchen gibt Eltern Schuld an Magersucht

22. Jan 2007 16:23
Model Gisèle Bündchen
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Jetzt hat sich auch Supermodel Gisèle Bündchen in die Diskussion um die so genannten Magermodels eingeschaltet - und sorgte mit ihren Ansichten in Brasilien für Aufregung.

Das Foto- und Laufstegmodel Gisèle Bündchen hat bei der jährlichen brasilianischen Modenschau «Fashion Rio» ihre kontroversen Ansichten über Models und Magersucht zum Besten gegeben. Für die aus Rio de Janeiro stammende 26-Jährige ist nämlich nicht die Mode-Industrie verantwortlich für die Magersucht unter den Laufstegschönheiten, sondern deren Eltern, Familie und Gene.

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«Ich habe nie ein Problem mit Magersucht gehabt, weil ich mit meiner Familie eine starke Basis hatte», sagte Bündchen der Zeitung «O Globo». Und dann kommt die Ex-Freundin von Schauspieler Leonardo DiCaprio auch gleich zur Klärung der Schuldfrage an den jüngsten Todesfällen unter extrem dünnen brasilianischen Models: «Eltern und nicht die Modeindustrie sind für das Problem verantwortlich», meint Bündchen.

In der Branche unter Ihresgleichen

Als sie klein gewesen sei, hätten ihre Eltern sie wegen ihrer Schlaksigkeit aufgezogen. «In der Modebranche habe ich mich akzeptiert gefühlt. Und ich war nie einsam, weil ich durch meine Familie einen starken Rückhalt hatte».

Nach dem Hungertod des 21-jährigen Model Ana Carolina Reston und weiterer Todesfälle unter den Models, beschlossen die brasilianischen Veranstalter von «Fashion Rio», nur noch junge Frauen über 16 Jahren auf dem Laufsteg laufen zu lassen und darüber hinaus von jedem Model ein ärztliches Attest über die Gesundheit zu verlangen.

Krankheit oder hochdotierte Maße

Bündchen wiegt bei 1,80 Körpergröße 56,7 Kilogramm und zählt mit diesen Maßen zu den 20 bestbezahltesten Frauen im Showbusiness. Die 21-jährige Reston starb mit einem Gewicht von 40 Kilo bei einer Größe von 1,72 Meter.

Nach den Todesfällen im vergangenen Jahr ist Magersucht der Newssite «CNN.com» zufolge zu einem beliebten Medienthema in Brasilien geworden, dass die Titelseiten der Zeitungen füllt und im Fernsehen thematisiert wird. Während viele eine Abwendung von den dünnen Schönheitsidealen der Modebranche fordern, meint Bündchen, das Dünnsein gehöre nun halt einmal zum Laufsteg-Geschäft dazu: «Jeder weiß, dass es in der Mode normal ist, dünn zu sein. Und es gibt nun mal Menschen, die für diesen Beruf die richtigen Gene mit sich bringen».

«Einfach nur dünn»

Die Ansicht, dass die Modeindustrie für die unter Models verbreitete Magersucht nicht verantwortlich sei, teilt Bündchen mit Modezar Karl Lagerfeld, der nach dem Tod der 21-jährigen Reston im vergangenen Jahr sagte, es gebe keinen Zusammenhang zwischen Industrie und der Krankheit, die Mädchen seien eben einfach nur dünn.(nz)

 
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