19.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Madonna
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine New Yorker Werbefachfrau hat gewagt, Madonnas Modevertrag mit H&M zu kritisieren. Die Antwort des Popstars kommt reichlich hysterisch daher.
In seinem Bestseller «Höhenrausch» schrieb «Spiegel»-Journalist Jürgen Leinemann über den Wirklichkeitsverlust bei Politikern. Eine These, die sich auch ganz wunderbar auf das Showbusiness anwenden lässt - in diesen Tagen vor allem auf Madonna.
Das Leben «verkürzt sich auf die Gier nach Bedeutung und die Angst, irgendjemand könnte merken, dass man so wichtig nicht ist, wie man tut», heißt es in Leinemanns Klappentext.
Diese Angst sieht bei der Königin des Pop folgendermaßen aus: Nachdem bekannt wurde, dass die 47-jährige Sängerin einer neuen Kampagne des Mode-Discounters H&M vorstehen soll, fragten sich Branchenkenner, ob der Star dafür nicht sein bisher durch Labels wie Versace und Gaultier geprägtes Image gefährde.
Zu altDie New Yorker Werbefachfrau Jerry Della Femina, die in der Branche wie ein Guru verehrt wird, wagte sogar anzumerken, dass Madonna für das Unternehmen eigentlich zu alt sei. H&M sei vor allem eine Marke für junge Mädchen. «Diese Kids tauschen ihre Stars alle zwei oder drei Jahre aus, viele von denen kennen Madonna gar nicht.»
Das konnte die Frau, die seit mehr als 20 Jahren auf der Bühne steht, nicht auf sich sitzen lassen. Über ihre Sprecherin und die «New York Post» ließ sie wissen, dass sie mehr Energie habe als eine 18-Jährige. «Ich fordere jede 18-Jährige heraus, auch nur ein Viertel dessen zu machen, was Madonna auf der Bühne bietet.» Und Femina solle eine Beruhigungspille nehmen, so Liz Rosenberg weiter. Vielleicht könnte sie sich die ja mit Madonna teilen. (nz)