netzeitung.deMode am Minipool: Berlin goes Fashion

 Herausgeber: netzeitung.de

Einer der Höhepunkte: die Modenschau von Boss in Berlin (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Einer der Höhepunkte: die Modenschau von Boss in Berlin
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ist der Hype um die Modestadt Berlin schon wieder vorbei? Zu den Fachmessen rund um die «Bread & Butter» kamen am Wochenende deutlich weniger Besucher. Gefeiert wurde trotzdem - auch dank Hugo Boss. Bilderschau: Best of Berlin und Düsseldorf

Den Höhepunkt eines langen Berliner Modewochenende gab es schon am Freitag: Mehr als 900 Zuschauer beklatschten am Abend in der Deutschen Oper Berlin die große Modenschau von Hugo Boss mit teils frenetischem Applaus. Zu sehen waren die neuen Männer- und Frauenkollektionen der Linien Black und Orange für den Sommer 2006. Besonders die neue, sportlich-orientierte Frauenlinie Orange, mit der Boss Labels wie Diesel oder D & G Konkurrenz machen will, kam gut an.
Chillen am Privatstrand
Eine so prachtvolle Inszenierung - im Bühnenraum der Oper schritten die Models über Treppen und Rampen von der 25 Meter hohen Decke hinab - konnten und wollten die drei Modemessen, die ebenfalls in der Hauptstadt zu sehen waren, natürlich nicht bieten. Der Marktführer, die Jeans- und Streetwearmesse «Bread & Butter» zog nach eigenen Angaben rund 25.000 Besucher ins alte Spandauer Kabelwerk.
Barcelona ist Konkurrenz
Die überaus liebevoll und szenig gestalteten Stände - inklusive Mini-Pool und Strand mit kleinen Bars zum Ausspannen für die Fachbesucher - sorgten wieder fürs so sehnlich gewünschte Trendfeeling. Doch die selbst herbeigeführte Konkurrenzsituation mit Barcelona - wo vor einigen Wochen die mit 50.000 Besuchern sehr gut angenommene spanische Variante der Messe stattfand - war deutlich zu spüren.

Viele der Einkäufer aus Italien, die zur hektischen Geschäftigkeit der Fachmesse, aber auch zu ihren Flair beitrugen, hatten ihre Arbeit bereits in Spanien erledig und hatten sich den Trip nach Berlin gespart. Die beiden anderen Messen, die «B-in-Berlin» und die «Premium» sowie der unter freiem Himmel zelebrierte «Walk of Fashion» lockten ebenfalls etwas weniger Besucher als noch zuvor an, so dass sich das Modewochende in Berlin insgesamt bei etwa 50.000 Zuschauern einpendelte.

Ebenfalls nicht gerade zum Relaxen geeignet war ein anderer Termin, der Ausstellern wie Fachbesuchern offenbar bewusst viel Stress aufnötigte: Am Sonntag hatte bereits die weltweit größte Modemesse, die Düsseldorfer CPD ihre Pforten geöffnet.


Für das Web ediert von Kerstin Rottmann