Umstrittene Abendmahl-Anzeige verboten
16.03.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Er entschied, dass die Anzeige die religiösen Gefühle vieler Katholiken zutiefst verletze, und wies die Girbauds an, innerhalb von drei Tagen die Anzeigen von den Reklamewänden im ganzen Land entfernen zu lassen. Andernfalls drohe ihnen eine tägliche Geldstrafe von 100.000 Euro.
Die Girbauds hingegen erklärten, sie seien schockiert von dem Urteil. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, irgend jemandes Gefühle zu verletzen. Sie argumentierten, dass das Gemälde Leonardo da Vincis, das die Anzeige zitiere, Teil des Weltkulturerbes sei.
Außerdem sei die Anzeige von dem Bestseller «Das Sakrileg» des Autors Dan Brown inspiriert gewesen. Laut einem Bericht des Internetdienstes Yahoo empfindet die Anzeigen- und Mode-Industrie Frankreichs das Gerichtsurteil als religiöse Zensur, die mit Frankreichs liberaler Tradition nicht vereinbar sei.(nz)

