Von Berlins hipper Mitte aus ist die Messe nur nach anderthalbstündiger Reise zu erreichen, selbst die Shuttlebusse steckten im Stau. Wer es durch die chaotische Akkreditierungszeremonie und die schlecht ausgeschilderten Hallen bis hin zum Neuzugang, der Milk &Honey für die Damenmode geschafft hat, wurde immerhin durch gedämpftes Licht, wohltuende Gerüche und eine Wellness-Lounge getröstet. Erneut schaffte die Bread &Butter so ein echtes Messeerlebnis, das nur durch die Tatsache getrübt wird, dass die Macher schon im Sommer wieder Lebewohl sagen und zunächst ins spanische Barcelona gehen.Die Konkurrenz - insgesamt präsentierten sich am vergangenen Wochenende sieben Branchentreffs in der Stadt - dürfte es mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen. Die Messe Premium am Leipziger Platz, die schon weit gediegener daherkommt, konnte sich ebenfalls über gute Besucherzahlen freuen, während Neuzugänge wie die B-in-Berlin (8000 Besucher wollten Marken wie Brax und Seidensticker sehen) oder die Eurofashion Week noch stärker zulegen müssen.
Deren Jung-Designer aus Osteuropa etwa wollten nur etwa 500 Besucher sehen. Insgesamt kamen in den drei Tagen rund 60.000 Besucher nach Berlin. Und vielleicht ist bei so guten Zahlen auch bei der Bread&Butter noch nicht das letzte Wort in Sachen Abwanderung gesprochen.