netzeitung.de«Liquid Karl»: Lagerfeld für H&M vorgestellt

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Karl Lagerfeld mit Lagerfeld-T-Shirt für H & M (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Karl Lagerfeld mit Lagerfeld-T-Shirt für H & M
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Lookalikes von Karl Lagerfeld müssen zu H&M: Mit seiner Kollektion für die schwedische Modekette hat sich der Designer selbst ein Denkmal gesetzt.

Nur in jedem zweiten der weltweit rund 1000 Geschäfte der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz (H & M) werden die dreißig Modelle von Karl Lagerfeld zu kaufen sein. Bevor der große Run los geht, stellte der Chanel-Designer am vergangenen Wochenende seine Entwürfe im Pariser Museum Centre Pompidou persönlich vor. Unterstützt wurde er von Model Erin Wasson. Beide wird der geneigte Kunde demnächst auch auf großformatigen Plakaten zu sehen bekommen, die den Verkaufsstart der Kollektion am 12. November begleiten werden.
«Liquid Karl»
Die Wintermode von Lagerfeld startet bei günstigen 15 Euro für ein Höschen aus feinem Georgette-Krepp, ein zweireihiger schwarzer Wollmantel mit 150 Euro ist das teuerste Stück. Die meisten Stücke aus der angeblich einmaligen Zusammenarbeit sind schwarz, glänzend und erinnern an den derzeitigen Look des Modemachers, der seit seiner Schlankheitskur nur noch hautenge Jeans trägt.

Wie immer hat der ebenso hochbegabte wie hyperaktive Lagerfeld erkannt, worum es geht: Auf dem Massenmarkt gilt es, sich selbst ebenso wie die eigenen Produkte als Marke zu etablieren. Passend zum Designspaß für die Fußgängerzone hat der Meister auch ein Parfüm («Liquid Karl») kreiiert, auf dem, natürlich, er selbst zu sehen ist, ebenso wie übrigens auch auf einem T-Shirt (Preis 14,90 Euro), das sein stilisiertes Konterfei trägt.
Limitierter Lagerfeld
«Ich bin genauso vielseitig, wie Mode es ist», sagte Lagerfeld wie immer ganz ohne Ironie bei der Präsentation, «und ich habe diese Kollektion mit der gleichen Ernsthaftigkeit entworfen wie die für Chanel. Nur, weil die Kleidung billiger ist, heißt das nicht, dass wir uns keine Mühe zu geben bräuchten.» Um den Andrang ab November noch ein wenig mehr anzuheizen, sind alle Lagerfeld-Stücke limitiert.

«Wir wollen alles bis auf das letzte Stück verkaufen», sagte Marketing-Direktor Jorgen Andersson. Wieviele Teile man hergestellt hat, verriet er nicht.