26.06.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Karl Lagerfeld
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Dass Modeschöpfer Karl Lagerfeld für H&M entwirft, soll nicht zur Regel werden. Er mache das nur einmal, sagte er.
Modezar Karl Lagerfeld betrachtet seine für Herbst geplante Kollektion für die Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) als einmalige Aktion. «Ich mach das ja nur einmal, weil es mich amüsiert», sagte der dem Magazin «Spiegel».
Lagerfeld hat für H&M eine Kollektion mit preiswerter Alltagskleidung entworfen, «kleine Tops, Partykleider oder einen Rollkragenpullover aus Cashmere, der 40 Euro kosten wird», erklärt der 65-Jährige.
MittelmaßBerührungsängste mit den vor allem bei Jugendlichen beliebten H&M-Billigklamotten hat der Chanel-Stardesigner nicht. «Es mixen doch sowieso längst alle», sagte er. Chanel gehe problemlos mit H&M. «Das Drama liegt doch in der Mitte, die Mittelmaß bedeutet», so Lagerfeld.
Seine Alltagskollektion sei ein «Statement gegen das alte Wort 'exklusiv' , das die Mode zur Branche der Snobisten gemacht hat», fügte er hinzu. Ein Ende des Geschäfts mit hochpreisigen Nobelmarken sieht er aber trotz seines Ausflugs in die Welt der Alltagskleidung nicht. «Chanel, für die ich arbeite, verliert mit Haute Couture keinen Cent», so der Designer. (nz)