20. Jan 2004 17:00
Für Karl Lagerfeld kam auch Topmodel Nadja Auermann nach Paris. Die von ihr getragene Robe folgte ganz dem neuen Chanel-Prinzip: starke Kontraste.
Übergreifendes Prinzip der Schau war der Wunsch nach Gegensätzen. Schmale schwarze Wolljacken wurden mit kurzen bauschigen Röcken kombiniert, umgekehrt wurden zu schmalen Röcken voluminöse Oberteile getragen. Ein von Topmodel Nadja Auermann vorgeführtes Abend-Ensemble demonstrierte das Prinzip: ein schmaler schwarzer Rock mit hoher Taille, darüber eine luftig rauschende Jacke aus weißem Tüll. «Ich wollte mich an Kontrasten erfreuen, ein Kleid wie ein Blütenstängel und ein Oberteil wie eine Wolke oder ein Ball», sagte Lagerfeld nach der Pariser Show, «eine Mischung aus Strenge und Frivolität«.Doch Chanel wäre nicht Chanel ohne die legendären Tweed-Kostüme: Diesmal schwarz, beige oder pastellfarben, die Röcke in Kniehöhe gebauscht oder zusammengerafft. Aber auch am Abend kommt der Klassiker in Frage, mit strengem Tweed-Oberteil, dass sich nach unten hin mit Kaskaden von Volants oder üppigen Tüllblüten auflockert.
Traditioneller Höhepunkt der Haute-Couture-Präsentation war wieder das Chanel-Brautkleid: ein schmales weißes Kleid, bodenlang und mit Perlen bestickt, darüber ein bauschiges Cape - das Ganze vorgeführt vom schwarzen Topmodell Alek Wek. (nz)