Model mit Bauch, Kochbuch und Roman-Plänen: 

netzeitung.deVon «cool» Kate zu Mütterchen Moss

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Kate Moss, Costume Gala (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kate Moss, Costume Gala
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Es begann schleichend, ist aber nicht mehr zu leugen: Stil-Ikone Kate Moss hat ihr Gespür für Trends verloren. Schlimmer noch - sie wandelt sich zur Promi-Spießerin, trauert Kerstin Rottmann .

War es das Aus der Beziehung zu Pete Doherty? Ist es ihr Neuer, Rocksänger Jamie Hince? Vielleicht das Alter, 35 Jahre ist sie jetzt? Oder die unbestreitbare Langeweile des öden Model-Alltags bei immergleichen Shootings? Die Ursachensuche ist schwer, aber fest steht: Model Kate Moss, einst die ultimativste Stil-Ikone aller Fashion-Victims, hat irgendwie keine Lust mehr auf ihren Job und eine modische Trendsetterin ist sie auch keine mehr.

Besorgt hatten die Kate-Fans schon die letzte Ankündigung der Britin zur Kenntnis genommen: Sie wolle ein Kochbuch schreiben, ließ so die Mutter einer kleinen Tochter vor einigen Monaten verlauten. Ein Kochbuch? So wie so viele Prominente, denen sonst nichts mehr einfällt? Es folgten Schwangerschaftsgerüchte ob eines kleinen Bäuchleins, die sich deprimierenderweise als schlichtes Übergewicht herausstellten - vielleicht ob der Recherche für's Kochbuch?

Doch spätestens mit der neuesten Moss'schen Karriere-Option lässt es nicht mehr leugen: «Cool Kate» ist Geschichte, fortan regiert Mütterchen Moss.

Wie die britische «Sun» exklusiv wissen will, hat das Noch-Model nun eine Ghostwriterin engagiert, mit deren Hilfe sie nun auch noch einen eigenen Roman verfassen möchte. Dessen Thema ist, nun ja, auch nicht gerade überraschend.

Darin soll es um ein junges, völlig unbekanntes Mädchen gehen, das als Model entdeckt und zum weltweiten Superstar wird. Eine Art Enthüllungsbiografie also, denn genauso ging einst die Karriere der bis zu einem Titelbild in der britischen «Face» völlig unbekannten 16-Jährigen aus London los. «Kate kennt die Modelwelt genau, und all die Skandale hinter den Kulissen», zitiert das Blatt einen Insider über den Romaninhalt.

Hohn und Spott statt Anerkennung
Zumal Moss selbst ja häufig im Alleingang für Skandale sorgte, etwa 2006 mit ihrem Koksskandal, bei dem sie per Handyvideo beim Drogenkonsum vorgeführt wurde. Das Filmchen wiederum entstand übrigens im Umfeld von Pete Doherty, ihrem drogensüchtigen Ex-Liebhaber, der ebenfalls ein Garant für den einen oder anderen Skandal war. Vorbei, vergessen, Geschichte - ebenso wie das untrügliche Stilbewusstsein der fürs Modelgeschäft eigentlich viel dünnen und zu kleinen Kate Moss.

Sie, die einst Gummistiefel, Fellwesten und Strähnehaare zum Trend machte, lässt mittlerweile reichlich brave Mode unter ihrem Namen für die britische Textilkette «Topshop» entwerfen. Ein neuer Look der Moss, der in Großbritannien Mode machte? Ist lange her.

Ihr Auftritt bei der «Costume Gala» in New York - traditionell ein Ort für gewagte, avantgardistische Outfits - wurde unlängst gar bespöttelt: Moss hatte sich in eine Art goldene Folie gehüllt und wollte offenbar eine griechische Göttin darstellen - was allerdings nur wenige Modekritiker wirklich überzeugte. Schon im vergangenen März machte das britische Magazin «Tatler» offiziell, was auch dem letzten Beobachter nun klar sein dürfte: In der alljährlichen «Best Dressed»-Liste der Zeitschrift schaffte es Moss noch nicht einmal mehr unter die Top Ten. Auch für ihre Roman-Pläne erntet die 35-Jährige nun Kritik statt Anerkennung.

Die «Sun» etwa schlug der noch immer partyfreudigen Britin folgenden (frei übersetzten) Einstieg vor: «Montag. Ausgegangen, mir die Kante gegeben. Dienstag, ausgegangen, betrunken gewesen. Mittwoch, ausgegangen, abgestürzt. Freitag. Rockstar getroffen, getrunken. Dummes Zeug gemacht, geknutscht und gefummelt. Freitagnacht. Rockstar wieder abgeschossen. Ausgegangen. Abgestürzt.»