Sarah, Marie und Mandy von Klum erwählt: 

netzeitung.de«Topmodel»-Finalistinnen im Dankesrausch

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Fotos en masse gibt es auf der offiziellen Seite (Foto: nz / Screenshot<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Fotos en masse gibt es auf der offiziellen Seite
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Das, was sonst am Ende einer jeden Sendung kam, kam nun am Anfang: Der Rauswurf. Es traf «Achterbahn»-Zahnlücke Jessica. Die übrigen drei durften stattdessen mit ihrem Idol vor die Werbe-Kamera.

Kenner der Sendung hatten es natürlich längst geahnt: Jessica würde es nicht bis ins Finale schaffen. Zu oft hatte Jury-Chefin Heidi Klum ihr eine «Achterbahn» der Motivation vorgehalten. Um «Germany's Next Topmodel» zu werden, müsse sie gleichbleibend engagiert sein. «Uns hat der Siegeswille gefehlt», so Model Klums letztlich entscheidende Beobachtung.

Natürlich wurde es dennoch spannend gemacht am Dienstagabend, als es darum ging, welche beiden Kandidatinnen zu der bereits am Vor-Donnerstag ausgewählten Sara als Final-Trio hinzustoßen würden. Als Marie, die etwas steife, oft als zu makellos bezeichnete Topmodel-Anwärterin das erlösende «Ja» gehört hatte, war klar: Die blonde Mandy und die dunkelhaarige Jessica würden gemeinsam vor der Jury stehen und sich die typischen Zeitlupen-Urteile Klums anhören müssen.

Als Mandy dann noch einmal ausgiebig für ihr Laufsteg-Talent gelobt und bei Jessica lediglich die «blauen Augen» und die «süße Zahnlücke» gepriesen wurden, zuckte so manch einem Zuschauer sicherlich der Finger, um den imaginären Vorspul-Knopf zu drücken. Denn ab da war die Final-Besetzung klar.
«So viel gelernt»
Jessica bedankte sich denn auch artig, sie habe «so viel gelernt und erlebt» in den drei Monaten (!) bei «Germany's Next Topmodel», und Heidi Klum durfte bitten: «Mach weiter!». Während Sara, Marie und Mandy in Dreierjubel ausbrachen, der sich bis zum Ende der «Halbfinal»-Folge auf verschiedene Art fortsetzte.

Dankbar, dankbar, dankbar waren die Drei, dass sie «das alles erleben» durften, super, toll und beeindruckend fanden sie den nächsten Job als Begleitservice für Klum in einem Burger-Werbespot, und als es dann auch noch nach Singapur ging, befanden die Finalistinnen: Sowas hätten sie gern öfter und künftig eigentlich immer.

Zwar fielen die Deutschen bei der Modenschau im asiatischen Stadtstaat vor allem dadurch auf, dass sie kleiner waren als die meisten anderen Frauen auf dem Laufsteg und auch längst nicht so abgeklärt dreinblickten. Doch das tat ihrer Freude und Dankbarkeit keinen Abbruch. Zumal sie dort die Siegerin der «Topmodel»-Staffel aus Italien trafen. Man kann es also schaffen, so das Fazit der «Germany»-Fraktion.
«Die Gefahr ist groß»
Vielleicht sollten sie zwischendrin mal kurz innehalten und ein Interview lesen, das der «Tagesspiegel» mit Fiona Erdmann geführt hat, die in der zweiten Staffel Vierte wurde. Sie sagt: «Die Gefahr ist groß, dass man verbrannt wird. Marie wird jetzt beispielsweise immer die Joghurette-Frau sein. Kunden wollen aber kein Model, das schon ein Produkt ist. So wie die Kandidatinnen, die automatisch immer schon den Stempel 'Topmodel'-Teilnehmerin tragen. Deshalb kann aus dem 'Topmodel' nie ein echtes Topmodel werden. Viele Kunden sagen sogar explizit, dass sie kein Mädchen aus der Sendung wollen.»

Am Donnerstag entscheidet sich in einer Live-Sendung, welche der «Mädchen», wie Heidi Klum sie stets nennt, sich künftig als gecastetes «Topmodel» in der Welt der echten Models zu behaupten versuchen darf. (nz)