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Böser Kratzer im Sauberfrau-Image: 

Cyrus schämt sich für «Oben-Ohne-Fotos»

28. Apr 2008 13:18
Disney-Star Miley Cyrus alias Hannah Montana
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Eine Fotostrecke von Disney-Star Miley Cyrus hat in den USA einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Sie habe die Bilder von Starfotografin Annie Leibovitz für «künstlerisch wertvoll» gehalten, entschuldigt sich die 15-Jährige nun. Mit Video.

Das braune Haar zerwühlt, die Lippen blutrot angemalt, der knochige Teenagerrücken dem Betrachter zugewandt, die Brust mit einem Bettlaken bedeckt: In dieser Lolita-Pose wurde Miley Cyrus von Starfotografin Annie Leibovitz für die US-Ausgabe der Zeitschrift «Vanity Fair» abgelichtet. Das Problem - Cyrus ist 15 und sie ist zurzeit Amerikas «teen sensation» Nummer eins. Kein Wunder, dass die prüden Amerikaner «geschockt» auf die Bilder reagieren, denn Cyrus sang und tanzte sich als «Hannah Montana» in die Herzen amerikanischer Jugendlicher. Die gleichnamige Disney-Serie wird hauptsächlich von sechs- bis 14-Jährigen eingeschaltet.

Amerikas Vorzeige-Jungfrau nach dem Fall von Britney Spears

«Sie ist die neue Britney» oder «kleine Schlampe» steht mehrfach im Kommentarforum eines entsprechenden Artikels auf der Internetpräsenz von Promi-Blogger Perez Hilton. Während das 15-jährige Sauberfräulein, das nach dem Fall von Ex-Pop-Prinzesschen Britney Spears als neue jungfräuliche Ikone gehandelt wird, im Netz wüsten Eltern-Beschimpfungen ausgesetzt ist, reagierte Cyrus' Management umgehend auf die provokanten Fotos. «Ich habe bei einem Fotoshooting mitgemacht, das 'künstlerisch' sein sollte. Wenn ich jetzt die Bilder sehe und den dazugehörigen Text lese, schäme ich mich so sehr», wird der Teeniestar darin zitiert und weiter, «Ich wollte nie, dass so etwas passiert und bitte meine Fans, die mir so wichtig sind, um Verzeihung.»

Des Weiteren meldete sich Disney-Sprecherin Patti McTeague in der «New York Times» zu Wort. Das «Vanity Fair»-Shooting bezeichnet McTeague darin als «eine willentlich herbei geführte Situation, in der eine 15-Jährige manipuliert wurde um Zeitschriften zu verkaufen».

«Jeder macht Fehler und auch ich bin nicht perfekt»

Amerika erlaubt seinen Kinderstars nicht, erwachsen zu werden. So hatte Cyrus' Image als jungfäulicher Star schon einmal einen gewaltigen Kratzer bekommen. Vor Wochen waren im Internet private Fotos aufgetaucht, die den Teenager nur mit einem Bh bekleidet beim Kuscheln mit ihrem Freund zeigten. Die umgehend über das Magazin «People» verbreitete Entschuldigung lautete: «Jeder macht Fehler und auch ich bin nicht perfekt.»

Kurz zuvor war die scheinheilige Welt noch in Ordnung, da entsprach der Jungstar noch perfekt dem Bild des braven Teenie-Idols. In einem Interview mit der Zeitung «USA Today» gab Cyrus sich demütig und versicherte, «das Wichtigste» in ihrem Leben sei der christliche Glaube. Bleibt abzuwarten, wie lange sich die 15-Jährige noch als «good girl» vermarkten lässt. Mit einem Vermögen von rund einer Milliarde Dollar ist das Disney-Aushängeschild Amerikas reichster Jungstar. Hollywoods Versuchungen locken an allen Ecken, bleibt Miley Cyrus nur zu wünschen, dass sie nicht irgendwann das gleiche Schicksal teilt wie die Britneys und Lindsays dieser Welt. (nz)

Miley Cyrus - «Start All Over»:


 
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